Pallade Veneta - Drama um Norris: Piastri siegt in Zandvoort

Drama um Norris: Piastri siegt in Zandvoort


Drama um Norris: Piastri siegt in Zandvoort
Drama um Norris: Piastri siegt in Zandvoort / Foto: JOHN THYS - SID

Drama in den Dünen: Oscar Piastri hat in Zandvoort vom Pech seines McLaren-Rivalen Lando Norris profitiert und einen großen Sieg im Titelkampf gefeiert. Der Australier lag bis in die Schlussphase des Rennens nur knapp vor dem Engländer - dann stieg plötzlich Qualm aus Norris' Boliden auf. "Ich habe Rauch im Cockpit, das riecht nicht gut", funkte er noch und rollte dann aus.

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Für den bislang so engen WM-Kampf hat das gravierende Folgen: Auf einen Schlag baute Piastri seinen Vorsprung auf 34 Punkte aus, Norris ist in den restlichen neun Rennen nun auf Probleme beim Australier angewiesen.

Das späte Aus für Norris bescherte indes Weltmeister Max Verstappen einen achtbaren Erfolg beim Heimrennen. Der Red-Bull-Pilot wurde Zweiter, auf Rang drei gab es eine kleine Sensation: Der Franzose Isack Hadjar holte das erste Podest der Saison für die Racing Bulls.

Am kommenden Wochenende geht es im italienischen Monza weiter. Und ausgerechnet vor dem emotionalen Heimspiel für Ferrari erlebte die Scuderia durch einen Doppelausfall einen weiteren Tiefpunkt dieser Saison. Lewis Hamilton schied nach einem Fahrfehler aus, Charles Leclerc wurde von Mercedes-Pilot Kimi Antonelli abgeräumt. Vierter wurde George Russell im Mercedes, Nico Hülkenberg verpasste im Sauber als 14. recht deutlich die Punkte.

Nach dem Qualifying hatte Verstappen noch vorsichtig auf eine echte Überraschung hoffen dürfen. Nach schwierigen Trainingssessions holte er immerhin Startplatz drei hinter den so überlegenen McLaren - für die meiste Spannung im Vorfeld sorgte dennoch die ungewisse Wetterlage. Am Sonntagmorgen schien die Sonne über Zandvoort, gegen Mittag wurde es immer düsterer, am Start war es aber trocken - Regen war für etwa eine Stunde nach Rennbeginn angesagt.

Auf den ersten Metern sorgte dann erstmal Verstappen für Unterhaltung. Der Weltmeister entschied sich als einer der wenigen Piloten für die weichsten Reifen und kam daher deutlich besser weg. Er schaffte es auf diese Weise, beide McLaren zu attackieren, ging dabei einigermaßen brutal vor, flog selbst beinahe ab - aber lag dadurch auf Rang zwei: hinter Piastri, vor Norris.

Es zeigte sich allerdings schnell, dass der Red Bull dort eigentlich nichts zu suchen hatte. Piastri zog davon, und in der neunten Runde ging auch Norris mit einem starken Manöver auf der Außenbahn vorbei. In geringem Abstand fuhren die McLaren in der Folge gemeinsam dem Feld davon.

Von nun an richteten sich die Blicke vermehrt nach oben, denn Regen wurde nun doch deutlich früher erwartet - er kam aber weiterhin nicht, und so wagte sich kaum ein Pilot zum Reifenwechsel an die Box. Es bestand ja die Gefahr, dass es gleich danach nass würde und die Piloten dann sofort wieder reinkommen müssten.

Es tröpfelte dann leicht, und Hamilton nahm dem Feld die Entscheidung zum Stopp ab: In einer Steilkurve kam er auf die bereits feuchte Bemalung neben der Strecke und rauschte in die Bande. Das Safety Car kam raus, und alle holten sich neue Slicks.

Nach Freigabe des Rennens waren die Abstände wieder kleiner, die Verhältnisse vorne aber sortiert, Positionskämpfe gab es nur im vorderen Mittelfeld. Dem nächsten Doppelsieg für McLaren schien nichts im Wege zu stehen - dann streikte Norris' Antrieb.

H.Ercolani--PV

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