Pallade Veneta - Kleins Vision: München soll Bundesliga-Standort werden

Kleins Vision: München soll Bundesliga-Standort werden


Kleins Vision: München soll Bundesliga-Standort werden
Kleins Vision: München soll Bundesliga-Standort werden / Foto: Marcel von Fehrn - IMAGO/Eibner-Pressefoto/SID

Ex-Weltmeister Dominik Klein will mit dem Aufbau einer leistungsorientierten Struktur in München Impulse für ganz Handball-Deutschland setzen. "Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir damit nicht nur München, sondern der gesamten Sportart in Deutschland helfen", sagte der frühere Nationalspieler vor dem Länderspiel des DHB-Teams in München im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (SID). "Es geht uns darum, dem Talent in München eine echte Perspektive zu geben."

Textgröße ändern:

Von Bundesliga-Handball ist die Millionenstadt sowohl im Männer- als auch Frauen-Bereich derzeit weit entfernt. Klein will das mit Gründung der Initiative "Handballgemeinschaft München" in Zusammenarbeit mit seinem früheren Nationalmannschaftskollegen Steffen Weinhold mittelfristig ändern. Ziel sei es, unter einer gemeinsamen Dachmarke mit den Vereinen ein Jugend-Bundesliga-Team aufzubauen und langfristig auch im Erwachsenenbereich ein Zielteam in der höchsten Spielklasse zu schaffen und zu etablieren.

Dass die Stadt München sich neben dem Fußball, Basketball und Eishockey auch für den Handball begeistern lasse, sei offensichtlich. Die deutschen Handballer bestreiten am Sonntag (17.15 Uhr/ZDF) beim EM-Test gegen Island ihre Premiere im SAP Garden in München – die rund 10.000 Tickets waren innerhalb kürzester Zeit vergriffen. In der neuen Hightech-Arena absolviert die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) 2027 auch das Eröffnungsspiel ihrer Heim-WM sowie den Rest der Vorrunde.

"München hat Strahlkraft – bei Fans, Spielerinnen und Spielern, auch international. Der Standort hat das Potenzial, langfristig eine feste Bundesliga-Adresse zu werden", glaubt Klein. "Die Lust, hier zu spielen, ist riesig. Ob Supercup, Länderspiele oder internationale Turniere: Die Begeisterung ist jedes Mal spürbar. Selbst Spieler wie Domagoj Duvnjak sagen mir: 'Wann kommt endlich Handball nach München?'"

Die Diskussion um Handball in München ist nicht neu – weil die Sportart in Bayerns Landeshauptstadt Tradition hat. Der MTSV Schwabing wurde 1986 Pokalsieger, der TSV Milbertshofen holte 1991 gar den Europapokal der Pokalsieger und hatte in Jahrhunderthandballer Erhard Wunderlich ein besonderes Aushängeschild. Doch Schwabing (1989) und Milbertshofen (1993) schlitterten in den Konkurs, seitdem wartet man in München vergeblich auf einen Bundesligisten.

Die Nachfrage der Zuschauer aber ist vorhanden. Im Rahmen der Heim-WM 2019 sowie EM 2024 war der Standort sehr gut besucht, obwohl die deutsche Mannschaft dort nicht gespielt hatte. Neben der Handball Bundesliga (HBL), die seit diesem Jahr den Supercup wieder in München austrägt, legt auch der DHB spürbar den Fokus auf München.

C.Grillo--PV

Empfohlen

Pokalfinale verpasst: Kempf und Como verspielen Sieg über Inter

Der italienische Überraschungs-Klub Como 1907 hat in einem dramatischen Spiel seinen ersten Einzug ins Finale der Coppa Italia verpasst. Mit dem früheren deutschen U21-Nationalspieler Marc Oliver Kempf in der Startelf verspielten die Lombarden im Rückspiel beim großen Nachbarn Inter Mailand eine 2:0-Führung und verloren mit 2:3 (1:0).

Ex-Meister Leicester stürzt in die 3. Liga ab

Der ehemalige englische Fußball-Meister Leicester City muss genau zehn Jahre nach seinem sensationellen Titelgewinn erneut den bitteren Gang in die Drittklassigkeit antreten. Die "Füchse", die erst 2025 aus der Premier League abgestiegen waren, kamen am drittletzten Spieltag der Championship gegen Hull City nicht über ein 2:2 (0:1) hinaus und können die Abstiegszone damit nicht mehr verlassen.

Nowitzki in Hall of Fame der FIBA aufgenommen

Deutschlands Basketball-Ikone Dirk Nowitzki ist feierlich in die Hall of Fame des Weltverbandes FIBA aufgenommen worden. Bei der Zeremonie am Dienstagabend in Berlin erhielt der NBA-Champion von 2011 neben sieben weiteren Größen des Sports seinen Platz in der Ruhmeshalle. Er ist damit der zweite Deutsche nach Detlef Schrempf.

Maradona-Tochter beklagt "Manipulation" der Familie

Im neu aufgerollten Prozess um den Tod des argentinischen Fußball-Idols Diego Maradona hat dessen Tochter Gianinna schwere Vorwürfe gegen das behandelnde Ärzteteam ihres Vaters erhoben. Die Familie des legendären Zehners sei in den Wochen vor seinem Tod "total und auf schreckliche Weise manipuliert" worden, sagte sie am Dienstag vor Gericht im argentinischen San Isidro aus.

Textgröße ändern: