Pallade Veneta - Mit "großen Träumereien" nach Rotterdam: "Wir haben Bock"

Mit "großen Träumereien" nach Rotterdam: "Wir haben Bock"


Mit "großen Träumereien" nach Rotterdam: "Wir haben Bock"
Mit "großen Träumereien" nach Rotterdam: "Wir haben Bock" / Foto: © SID/SID

Als der Bus mit Deutschlands Handballerinnen um Punkt 13.00 Uhr vom Hof des Steigenberger Hotels in Dortmund rollte, war der Traum von Rotterdam bereits allgegenwärtig. Natürlich reise man mit "großen Träumereien" zur Finalrunde in die niederländische Hafenstadt, sagte Torhüterin Katharina Filter dem SID, bevor sie als eine der letzten in den Bus kletterte, "aber wir wissen auch, was wir können. Wir wissen, was in uns steckt. Wir haben Bock."

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Nach sieben deutlichen Siegen in sieben Turnierspielen reiste die deutsche Mannschaft am Mittwoch mit ganz viel Rückenwind nach Rotterdam, wo sie ihr Weihnachtsmärchen mit der ersten WM-Medaille seit Bronze 2007 krönen kann. Im Halbfinale am Freitag trifft das DHB-Team auf Titelverteidiger Frankreich oder den WM-Dritten Dänemark. Die Medaillen werden dann am Sonntag vergeben.

Nach dem 30:23-Erfolg im Viertelfinale gegen Brasilien, dem ersten Einzug in ein WM-Halbfinale seit 18 Jahren, stand eine kleine Party auf dem Programm. "Wir haben im Essensraum gut Musik gehört, ein bisschen zusammen gesungen und lecker Pizza gegessen", erzählte die Keeperin. Man habe "langsam realisiert, was es bedeutet. Aber fertig sind wir noch nicht. Man hat den ersten großen Step endlich erreicht, das hat eine riesengroße Bedeutung, aber jetzt wollen wir in Rotterdam genau da weitermachen, wo wir in Dortmund aufgehört haben."

Die eigenen Ansprüche sind gewachsen im deutschen Lager - das unterstrich auch Kapitänin Antje Döll. "Also, ich würde schon gern Weihnachten mit einer Medaille nach Hause fahren", sagte die Linksaußen. Man habe im Team "gesagt: Wir wollen mindestens ein Spiel gewinnen und am liebsten jetzt das erste, was wir haben. Dann wäre eine Medaille sicher."

Angst vor den großen Namen in der Vorschlussrunde hat in der deutschen Mannschaft keiner. "Wir sind da nicht Favorit. Aber wir können sehr, sehr viel gewinnen. Und wir werden alles dafür tun, dass wir da alles auf der Platte lassen", sagte Bundestrainer Markus Gaugisch. Und Döll frohlockte: "Ich finde, Frankreich und Dänemark haben beide noch nicht ihre Top-Performance in dem Turnier abgerufen. Mit unserem Team ist vieles möglich."

L.Guglielmino--PV

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