Pallade Veneta - Bayern-Fiasko abgehakt: Starke Stuttgarter klopfen oben an

Bayern-Fiasko abgehakt: Starke Stuttgarter klopfen oben an


Bayern-Fiasko abgehakt: Starke Stuttgarter klopfen oben an
Bayern-Fiasko abgehakt: Starke Stuttgarter klopfen oben an / Foto: Marcel von Fehrn - IMAGO/Eibner-Pressefoto/SID

Schwäbische Frustbewältigung im kühlen Norden: Der VfB Stuttgart hat sich nach drei sieglosen Spielen in Folge in der Spitzengruppe der Bundesliga zurückgemeldet. Mit einem verdienten 4:0 (2:0)-Auswärtserfolg schoss sich der Pokalsieger eine Woche nach der 0:5-Packung gegen Meister Bayern München wieder ins Rennen um die Champions-League-Plätze.

Textgröße ändern:

Nach ruckeligem Beginn brachte Bilal El Khannouss den VfB in Führung (40.), Jamie Leweling legte mit seinem Gewaltschuss aus der Distanz noch vor der Pause nach (44.). In der zweiten Hälfte erhöhten Topstürmer Deniz Undav sehenswert (79.) und der eingewechselte Chris Führich (90.+7). Werders Karim Coulibaly sah zuvor die Gelb-Rote Karte (58.). Die Bremer schlitterten eine Woche nach der Pleite im Nordderby gegen den Hamburger SV (2:3) tiefer in ihre Ergebniskrise - seit vier Spielen wartet Werder bereits auf einen Sieg in der Liga und muss sich nach unten orientieren.

Bremens Justin Njinmah hatte mit der ersten Abschlusschance einen stimmungsvollen Adventsabend im Weserstadion eröffnet, bei seinem Flachschuss aber knapp links vorbei gezielt (3.). Wenig später war es erneut der Flügelspieler, der für Gefahr sorgte und diesmal in VfB-Keeper Alexander Nübel seinen Meister fand (9.). Dennoch: Den grün-weißen Gastgebern gehörte die Anfangsphase. Nach der vermeidbaren Pleite beim HSV waren die Bremer sichtlich bemüht, schnell die von Trainer Horst Steffen geforderte "Trendwende" einzuleiten.

Auch beim VfB hatte es in der Liga zuletzt ordentlich geknirscht. Das 0:5 gegen den FCB hatten die Schwaben zwar bereits beim 4:1 gegen Tel Aviv in der Europa League erfolgreich verarbeitet, trotzdem ging offensiv anfangs nicht viel zusammen. Lediglich Undav, die Stuttgarter Lebensversicherung der vergangenen Wochen, sorgte für Gefahr. Seinem Treffer wurde wegen Abseits aber die Anerkennung verwehrt (23.).

Das 113. Bundesligaduell zwischen den beiden Traditionsvereinen blieb ein umkämpftes. Als es an der Weser schon stark nach Pausen-Remis roch, schlug der leichte Favorit doppelt zu. Erst sorgte El Khannouss mit seinem gekonnten Kopfball für das 1:0 des VfB, der in den vergangenen sechs Ligaspielen (!) jeweils mit 0:1 in Rückstand geraten war. Dann fasste sich Leweling aus der zweiten Reihe ein Herz - bei seinem Flatterball aus knapp 30 Metern sah Bremens Keeper Mio Backhaus nicht gut aus.

Werder drohte wegen dieses Tiefschlafs kurz vor der Pause nun auf eine ungemütliche Weihnachtszeit zuzusteuern. Nach dem Seitenwechsel mühte sich die Steffen-Elf, im letzten Heimspiel des Jahres noch etwas mitzunehmen, doch durch Coulibalys Platzverweis nach einem Foulspiel wurde es noch komplizierter. Der Innenverteidiger war in der ersten Hälfte wegen einer Unsportlichkeit verwarnt worden. In Überzahl schossen die Stuttgarter Backhaus im Werder-Tor endgültig warm; bei Undavs trockenem Abschluss ins linke obere Eck war er machtlos.

O.Mucciarone--PV

Empfohlen

Flucht Richtung Wald: McGrath nach Slalom-Drama untröstlich

Nachdem er seine Stöcke fortgeschleudert und die Skier abgeschnallt hatte, wollte Atle Lie McGrath nur noch weg. Allein sein. Also stapfte er los. Mitten über die Piste, vorbei an der Streckenbegrenzung, dann durch den Tiefschnee. Immer weiter Richtung Wald. Dort angekommen, ließ sich der Norweger vor den Bäumen auf den Rücken plumpsen, zog sich noch die Handschuhe aus, und starrte dann völlig erschöpft ins Leere.

Hanfmann in Rio weiter, nächstes Aus für Altmaier

Tennisprofi Yannick Hanfmann hat beim ATP-Turnier in Rio de Janeiro das Achtelfinale erreicht, für Daniel Altmaier war dagegen abermals in Runde eins Schluss. Hanfmann bezwang zum Auftakt den Lokalmatador Joao Lucas Reis Da Silva mit 7:6 (7:3), 6:4. Altmaier unterlag dem Serben Dusan Lajovic mit 4:6, 6:7 (7:9) und wartet damit weiter auf seinen ersten Sieg in der neuen Saison.

BVB: Kovac als Tüftler gefragt

Trainer Niko Kovac sieht Borussia Dortmund nach Monaten, in denen häufig das Ergebnis, aber nicht die Leistung stimmte, auf einem guten Weg. "Viele Sachen funktionieren, viele Sachen stimmen. Wir spielen erfolgreich, wir schießen viele Tore, sind variabel. Wir verteidigen gut", sagte Kovac.

Hüttel nach Abbruch "richtig, richtig sauer"

DSV-Sportdirektor Horst Hüttel hat nach dem Abbruch des olympischen Super-Team-Wettbewerbs deutliche Kritik am Skiweltverband FIS geübt. "Ich bin richtig, richtig sauer. Alle Wetter-Apps haben angezeigt, dass nach zehn Minuten der Schneefall aufhört. Diese Wetter-App muss auch die FIS haben. Ich verstehe nicht, dass man nicht eine gewisse professionelle Besonnenheit hat, um diese zehn Minuten noch abzuwarten", sagte Hüttel.

Textgröße ändern: