Pallade Veneta - Odermatt? Nein! Sensation durch Zabystran

Odermatt? Nein! Sensation durch Zabystran


Odermatt? Nein! Sensation durch Zabystran
Odermatt? Nein! Sensation durch Zabystran / Foto: STEFANO RELLANDINI - SID

Nobody düpiert Superstar - die legendäre Saslong ist ihrem Ruf als Strecke der Sensationen ein weiteres Mal gerecht geworden. Als beim Weltcup-Super-G im Grödnertal schon alles nach dem 51. Sieg des großen Dominators Marco Odermatt aussah, kam plötzlich der Tscheche Jan Zabystran vom Ciampinoi heruntergerast: Im Ziel in Wolkenstein war er immerhin 0,22 Sekunden schneller als der bis dahin führende Schweizer, der mit einem Lächeln applaudierte.

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"Es fühlt sich so unwirklich an", sagte der aufgekratzte Sensationssieger im ZDF. Zabsytrans Erfolg war der erste eines Rennläufers aus Tschechien, bisher hatten im Weltcup nur Frauen des Landes gewonnen: Die auch als Snowboarderin erfolgreiche Olympiasiegerin Ester Ledecka (4) - und die ehemalige Slalom-Spezialistin Sara Zarobska (2), später verheiratete Strachova. Eine Podestplatzierung tschechischer Männer war bislang nur Ondrej Bank gelungen, zuletzt 2015 in Kitzbühel.

Die Saslong ist so berühmt wie berüchtigt dafür, dass aufgrund der Sonneneinstrahlung Läufer mit hohen Startnummern bisweilen einen Vorteil haben: Zabystran, in 56 Weltcup-Rennen zuvor nur einmal unter den ersten zehn platziert, nutzte diese Besonderheit und die Gunst der Stunde mit Startnummer 29 perfekt aus. "Es ist unglaublich, ins Ziel zu kommen und das grüne Licht zu sehen", sagte er und bekannte: "Ich habe immer vom Podium oder den Top 10 geträumt - es ist wunderschön."

Hinter Odermatt (Startnummer acht) fuhr der Italiener Giovanni Franzoni (Nummer 16) als Überraschungsdritter erstmals in seiner Karriere auf das Podest (+0,37 Sekunden), die deutschen Starter konnten ihre hohen Startnummern im Gegensatz zu Zabystran nicht nutzen: Romed Baumann, als 41. gestartet, belegte als Bester des DSV-Teams Rang 17 (+1,04) - und verpasste damit um zwei Plätze die halbe Norm für die Teilnahme an den Olympischen Spielen. Simon Jocher (Startnummer 32) wurde 29. (+1,40). Auch er ist noch nicht für die olympischen Rennen qualifiziert.

C.Grillo--PV

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