Pallade Veneta - Augsburg verspielt Sieg: "Das Spiel war schon tot"

Augsburg verspielt Sieg: "Das Spiel war schon tot"


Augsburg verspielt Sieg: "Das Spiel war schon tot"
Augsburg verspielt Sieg: "Das Spiel war schon tot" / Foto: Christian Kolbert - IMAGO/SID

Als die erste Minute der Nachspielzeit angebrochen war, sah der FC Augsburg gegen Union Berlin wie der sichere Sieger aus. 1:0 in Führung durch ein Traumtor, den Vereinsrekord auf 413 Minuten ohne Gegentor im eigenen Stadion ausgebaut, ab der 89. Minute nach einem Platzverweis für Derrick Köhn auch noch in Überzahl - und trotzdem passierte, was nicht mehr passieren durfte: Die Eisernen glichen aus, "Joker" Marin Ljubicic (90.+1) traf.

Textgröße ändern:

"Das Spiel war schon total tot", sagte Baum, "aber wir müssen halt auch früher das 2:0 machen." Bitter für die Augsburger: Statt mit fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze geht die Mannschaft von Trainer Manuel Baum nur mit einem Polster von drei Zählern in die Rückrunde, in der zunächst ein Heimspiel gegen den SC Freiburg und dann ein Auswärtsspiel beim FC Bayern ansteht.

"Es ist so ärgerlich, dass wir uns nicht belohnt haben", sagte Baum. Alexis Claude-Maurice hatte mit einem strammen Sonntagsschuss am Donnerstagabend aus rund 30 Metern (45.+6) die Führung erzielt. Der Franzose hätte auch erhöhen können, traf per Freistoß aber nur den Pfosten (58.), weitere Großchancen wurden vergeben. Und dennoch schien nichts mehr zu passieren, erst recht, nachdem Köhn Rot gesehen hatte für sein hohes Bein im Gesicht von Samuel Essende.

Eine Fehlerkette begünstigte den Ausgleich, "wir verteidigen nicht optimal", analysierte Baum. Die Berliner lagen freilich nicht falsch, als sie nach dem Schlusspfiff behaupteten, dass das Endergebnis gerecht war. "Am Ende ist das Tor, das wir gemacht haben, verdient gewesen. Es zeigt, dass die Mannschaft Moral hat", sagte Unions Geschäftsführer Profifußball Horst Heldt.

E.Magrini--PV

Empfohlen

Nächste Solo-Show: Pogacar fliegt dem Tour-Sieg entgegen

Tadej Pogacar hat auch am Ort seiner letzten Schwäche bei der Tour de France seine unantastbare Macht demonstriert und eine alte Rechnung beglichen. Der Dominator stürmte beim Kletter-Spektakel durch das Zentralmassiv auf der zehnten Etappe nach Le Lioran in gewohnter Solo-Manier zum Sieg, baute seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus - und zerstörte gnadenlos die Träume der Franzosen von einem Heimerfolg am Nationalfeiertag.

Neue Regeln bei WM: "Nicht alles werden wir im Alltag sehen"

Schiedsrichter-Lehrwart Lutz Wagner rechnet nicht mit der Übernahme aller neuen Regeln der Fußball-WM in die Bundesliga. "Nicht alles davon werden wir im Alltag sehen", sagte der ehemalige Referee der Sportschau: "Die FIFA hat gerade beim Video-Assistenten einen Großteil dieser Dinge im optionalen Bereich belassen. Da müssen dann die Verbände wie der DFB oder die UEFA entscheiden, ob sie das übernehmen oder nicht. Der DFB wird das im Anschluss an die WM umgehend festlegen."

FC Bayern: Karl wieder am Ball

Fußball-Nationalspieler Lennart Karl hat nach seinem dramatischen Aus für die WM einen weiteren Schritt in Richtung eines Comebacks gemacht. Fünfeinhalb Wochen nach seinem Muskelbündelriss im linken vorderen Oberschenkel hat der 18-Jährige beim FC Bayern erstmals wieder eine Einheit mit Ball absolviert. Erst in der vergangenen Woche war er ins Lauftraining eingestiegen.

Nach WM-Skandal: Balogun beklagt "unheimlich viel Lärm"

US-Nationalstürmer Folarin Balogun hat nach dem Skandal um seine aufgehobene Sperre bei der Fußball-WM tiefe Einblicke in ein verunsichertes US-Team gewährt. Die beispiellose Intervention von US-Präsident Donald Trump, die dem Angreifer trotz einer Roten Karte den Einsatz im Achtelfinale gegen Belgien (1:4) ermöglicht hatte, habe die Mannschaft vor der Partie verunsichert.

Textgröße ändern: