Pallade Veneta - Leipzig hadert: "Dachten, wir wären reifer"

Leipzig hadert: "Dachten, wir wären reifer"


Leipzig hadert: "Dachten, wir wären reifer"
Leipzig hadert: "Dachten, wir wären reifer" / Foto: RONNY HARTMANN - SID

David Raum wählte nach der erneuten Klatsche gegen Bayern München deutliche Worte. "Ich bin schon ein bisschen angefressen, das darf uns nicht passieren. Ich dachte, wir wären reifer", monierte der Kapitän von RB Leipzig nach dem bitteren 1:5 (1:0) am Samstagabend.

Textgröße ändern:

Eigentlich hatten die Sachsen nach der 0:6-Schmach in München zum Saisonauftakt auf eine Revanche in der Rückrunde gebrannt. Nach einer starken ersten Hälfte inklusive Führungstreffer durch Romulo (20.) hatte es auch lange danach ausgesehen, als ob dieses Vorhaben gelingen könnte. Doch Serge Gnabry (50.), Harry Kane (67.), Jonathan Tah (82.), Aleksandar Pavlovic (85.) und Michael Olise (88.) stellten mit ihren Treffern eindrucksvoll die Münchner Nervenstärke unter Beweis.

Auf der anderen Seite haderte Raum. "Wir verlieren unseren Kopf, wenn wir Gegentore bekommen, das darf uns so nicht passieren. Das müssen wir knallhart ansprechen, analysieren und sehr, sehr kritisch mit uns sein", betonte der Nationalspieler. Dennoch habe die Mannschaft in den ersten 70 Minuten "eine gute Leistung gezeigt", habe sich aber "hier und da" nicht belohnt - "und am Ende muss man einfach sagen, haben die Bayern eine gewisse Qualität uns auch fünf Dinger einzuschenken", lautete das bittere Fazit.

Auch RB-Trainer Ole Werner sprach angesichts der über weite Strecken guten Leistung und des doch deutlichen Endstands von einem "Spiel, das man so glaube ich selten erlebt" habe. Während die Münchner weiter einsam ihre Kreise an der Tabellenspitze ziehen, kassierte Leipzig im Kampf um die Champions-League-Plätze einen Rückschlag. Die nächste Chance auf eine Revanche bietet sich jedoch bereits am 11. Februar: Dann gastiert Leipzig im Viertelfinale des DFB-Pokals wieder in München.

Trotz der beiden Niederlagen in der Liga will Werner das Duell keineswegs vorzeitig abschenken. "Die ersten 80 Minuten haben gezeigt, wie man den Bayern weh tun kann, daran werden wir uns sicher orientieren, den dritten Anlauf nehmen und sicherlich nicht vorzeitig die weiße Fahne hissen."

I.Saccomanno--PV

Empfohlen

Goldlauf endet: Wendl/Arlt rodeln zu Bronze - und zum Rekord

Der historische Goldlauf der deutschen Rennrodler Tobias Wendl und Tobias Arlt ist vorbei. Das seit 2014 bei Olympia ungeschlagene Doppelsitzer-Duo aus Bayern verpasste bei den Winterspielen in Cortina d'Ampezzo den nächsten großen Sieg knapp, durfte sich am Ende eines extrem engen Rennens aber mit der Bronzemedaille trösten - und gehört damit nun zu Deutschlands Rekord-Winterolympioniken.

Eisschnellläufer Sonnekalb verpasst Top 10 bei Debüt

Der deutsche Eisschnelllauf-Shootingstar Finn Sonnekalb hat ein durchwachsenes Olympia-Debüt gefeiert. Der 18-Jährige aus Erfurt, der zuletzt mit einem Infekt zu kämpfen hatte, lief am Mittwoch auf seiner Nebenstrecke 1000 m in 1:08,80 Minuten auf den zwölften Platz und verpasste eine Top-10-Platzierung.

Krimi in Cortina: Eitberger/Matschina holen Silber

Die deutschen Rennrodlerinnen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina haben den historischen ersten Olympiasieg im Doppelsitzer der Frauen knapp verpasst. Bei der Premiere des Wettbewerbs auf der größten Bühne gewann das Duo am Mittwochabend Silber, Gold ging an die Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer. Die Weltmeisterinnen und Topfavoritinnen Selina Egle und Lara Kipp aus Österreich mussten sich nach einem engen Rennen mit Bronze begnügen. Anders als im Einsitzer gibt es bei den Doppelsitzern nur zwei Läufe.

Debakel droht: Wendl/Arlt nur auf Rang fünf

Den deutschen Rennrodlern Tobias Wendl und Tobias Arlt droht bei den Olympischen Spielen eine herbe Enttäuschung. Das seit 2014 bei Olympia ungeschlagene Doppelsitzer-Duo aus Bayern liegt in Cortina d'Ampezzo nach dem ersten Lauf nur auf Rang fünf. Der Rückstand auf die überraschend führenden US-Amerikaner Marcus Mueller und Ansel Haugsjaa beträgt 0,101 Sekunden. Rekordweltmeister Toni Eggert und Florian Müller lauern auf Rang vier (+0,097).

Textgröße ändern: