Pallade Veneta - Nach Final-Chaos beim Afrika-Cup: Marokko kündigt Protest an

Nach Final-Chaos beim Afrika-Cup: Marokko kündigt Protest an


Nach Final-Chaos beim Afrika-Cup: Marokko kündigt Protest an
Nach Final-Chaos beim Afrika-Cup: Marokko kündigt Protest an / Foto: SEBASTIEN BOZON - SID

Das Final-Chaos beim Afrika-Cup ist für Marokko noch nicht abgehakt. Der marokkanische Fußball-Verband (FRMF) kündigte am Montag an, rechtliche Schritt beim afrikanischen Verband (CAF) und beim Weltverband (FIFA) einzuleiten. Konkret solle das Verlassen des Platzes durch die senegalesische Nationalmannschaft untersucht werden. "Diese Situation hatte erhebliche Auswirkungen auf den normalen Spielverlauf und die Leistung der Spieler", schrieb der FRMF in einem Statement.

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Der Triumph des Senegal beim 1:0 (0:0) nach Verlängerung war überschattet von einem Skandal. Auslöser dessen war, dass sich der Senegal gleich doppelt betrogen fühlte. Zu Beginn der Nachspielzeit hatte Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala (DR Kongo) dem Führungstreffer des Senegal wegen eines strittigen Fouls in der Entstehung die Anerkennung versagt. Als der Unparteiische dann nach VAR-Check einen Strafstoß für Marokko pfiff (90.+8), wurde es wild.

Senegals Trainer Pape Thiaw beorderte seine Spieler vom Feld, auf den Tribünen in Rabat brach Chaos aus. Senegals Fans wollten auf den Platz stürmen, Sicherheitskräfte verhinderten dies. Erst knapp 20 Minuten nach dem Elfmeterpfiff durfte Marokkos Brahim Díaz antreten - und er chippte den Elfmeter halbhoch und ohne jede Wucht in die Arme von Edouard Mendy, der sein Team in die Verlängerung rettete. Dort schoss Pape Gueye (94.) den Senegal mit einem Traumtor zum zweiten Triumph beim Afrika-Cup nach 2022.

FIFA-Präsident Gianni Infantino hatte das Final-Chaos im Anschluss mit harschen Worten gegeißelt. Der Präsident des Fußball-Weltverbandes schrieb bei Instagram über "inakzeptable" sowie "hässliche" Szenen, die "verurteilt" werden müssen und sich "niemals wiederholen" dürfen. Er erwarte, "dass die zuständigen Disziplinarorgane" des afrikanischen Verbandes CAF "die entsprechenden Maßnahmen ergreifen".

Der CAF reagierte und verurteilte daraufhin in einer Stellungnahme das "inakzeptable Verhalten einiger Spieler und Offizieller". Der Verband kündigte zudem an, "sämtliches Videomaterial" zu prüfen und den Fall "an zuständige Stellen" weiterzuleiten, "damit gegen die Schuldigen entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können".

A.Rispoli--PV

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