Pallade Veneta - DLRG: Dieses Jahr schon mindestens 199 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken

DLRG: Dieses Jahr schon mindestens 199 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken


DLRG: Dieses Jahr schon mindestens 199 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken
DLRG: Dieses Jahr schon mindestens 199 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

In den ersten sieben Monaten dieses Jahres sind bereits mindestens 199 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken. Das seien 15 Opfer mehr als zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr, teilte die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Damp bei Eckernförde an der Ostsee mit. Stichtag für die Zählung war der 20. Juli.

Textgröße ändern:

Die meisten Unfälle passierten im Binnenland an unbewachten Gewässern. In Freigewässern wie Flüssen und Seen ertranken laut DLRG 180 Menschen, das entspricht 90 Prozent der Fälle. "Wir appellieren an die Vernunft der Menschen, nicht in völlig unbeaufsichtigten Seen und schon gar nicht in Flüssen schwimmen zu gehen", erklärte DLRG-Präsidentin Ute Vogt. Wenn dort etwas passiere, sei die Aussicht auf lebensrettende Hilfe oft gleich null.

In Nord- und Ostsee seien bisher vier Menschen ums Leben gekommen und damit deutlich weniger als zu diesem Zeitpunkt im vergangenen Jahr, als die Zahl schon bei 16 gelegen hatte. Vier von fünf Ertrunkenen seien männlich, hieß es weiter. 87 Verunglückte seien älter als 50 Jahre gewesen, zehn waren Kinder im Vor- oder Grundschulalter.

Da während der Pandemie weniger Kinder schwimmen lernten und nur halb so viele Rettungsschwimmer ausgebildet wurden, fürchtet Vogt um die Sicherheit an den Gewässern. Viele Freibäder suchten vergeblich Personal, und auch der DLRG sei die Besetzung der Stationen an Nord- und Ostsee vor den Sommerferien deutlich schwerer gefallen als gewöhnlich, erklärte sie.

Vogt forderte "große Anstrengungen" in der Schwimmausbildung und bei Rettungsschwimmern. Außerdem müsse die Schließung von Bädern wegen Energieknappheit im Herbst oder Winter so lange wie möglich vermieden werden.

F.Amato--PV

Empfohlen

NFL: Packers siegen nach Watson-Schreckmoment gegen Carolina

Die Green Bay Packers haben in der NFL trotz Schrecksekunde einen Heimsieg gefeiert. Das Team um Quarterback Jordan Love setzte sich im Lambeau Field mit 27:19 gegen die Carolina Panthers durch. Für Aufsehen sorgte Wide Receiver Christian Watson, der wegen einer vermuteten Brustverletzung zwischenzeitlich mit einem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht wurde, später aber auf das Spielfeld zurückkehrte.

NHL: Ottawas Comeback mit drei Stützle-Assists ohne Krönung

Eishockey-Nationalspieler Tim Stützle hat mit den Ottawa Senators ein beeindruckendes Comeback in der NHL hingelegt, die Krönung jedoch verpasst. Die Kanadier lagen gegen die Los Angeles Kings bereits mit 1:5 zurück, erzwangen durch vier Tore im Schlussdrittel die Verlängerung und unterlagen letztlich mit 5:6.

Becker gratuliert: Zverev feiert Sprung auf die Eins

Alexander Zverevs "Vorgänger" Boris Becker schickte seine Glückwünsche an die neue Nummer eins der Tenniswelt per Social Media. "Gratulation, Sascha", schrieb die deutsche Ikone bei X, nachdem der Hamburger den Sprung auf Platz eins der Weltrangliste perfekt gemacht hatte. Erstmals seit Becker 1991 steht wieder ein Deutscher ganz oben.

Jubiläum in der Heimat: Pérez macht die 300 voll

Sergio Pérez ließ auf der Paseo de la Reforma die Reifen seines Cadillac qualmen, rund 100.000 Fans säumten die Prachtstraße in Mexiko-Stadt - und hatten im Vorfeld des Rennwochenendes damit wohl schon das Highlight ihres Favoriten gesehen. "Früher bin ich hierher gekommen und konnte aufs Podium fahren oder Rennen gewinnen", sagte Pérez, "die Leute wissen, dass das dieses Mal nicht passieren wird, und trotzdem sind sie alle da."

Textgröße ändern: