Pallade Veneta - Thriller-Sieg gegen Kiel: Melsungen holt Europacup-Titel

Thriller-Sieg gegen Kiel: Melsungen holt Europacup-Titel


Thriller-Sieg gegen Kiel: Melsungen holt Europacup-Titel
Thriller-Sieg gegen Kiel: Melsungen holt Europacup-Titel / Foto: Marcel von Fehrn - Eibner-Pressefoto/SID

Historisch in Hamburg: Die MT Melsungen hat Handball-Geschichte geschrieben und erstmals die European League gewonnen. Die nordhessischen Außenseiter blieben in einem hitzigen Final-Thriller gegen den THW Kiel cool und sicherten sich durch einen 24:23 (13:12)-Erfolg den ersten großen Titel der Klub-Historie. Damit bleibt der zweitwichtigste Europapokal fest in deutscher Hand, es war der zehnte Erfolg eines Bundesliga-Klubs bei den vergangenen elf Auflagen.

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Bester Werfer aufseiten der Melsunger war in einem heiß umkämpften Endspiel Dainis Kristopans mit vier Treffern. Den Grundstein für den Sieg legte der Bundesliga-Siebte mit einer bärenstarken Defensive um Torhüter Nebojsa Simic, an der sich die THW-Stars immer wieder die Zähne ausbissen. Melsungen hatte im Halbfinale am Samstag schon den Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt (37:30) ausgeschaltet.

Für Kiel, das in Lukas Zerbe (5 Tore) seinen Top-Torschützen hatte, platzte unterdessen nicht nur die Hoffnung auf den ersten internationalen Titel seit dem Champions-League-Triumph 2020. Der Rekordmeister, in der Liga aktuell nur Fünfter, wird in der kommenden Saison zum dritten Mal nacheinander nicht in der Königsklasse spielen. Den dritten deutschen Startplatz nimmt wohl Melsungen ein.

Platz drei beim Final Four in der Hansestadt holten sich am Sonntagnachmittag die Flensburger (Sieger von 2024 und 2025) durch einen 32:30-Erfolg gegen Montpellier HB.

Spannend, knallhart, hochemotional: Beide Teams lieferten sich in der proppevollen Barclays Arena eine regelrechte Abwehrschlacht. Kiel dominierte die Anfangsphase, konnte sich dabei aber nie mit mehr als zwei Toren absetzen. Und weil dem THW in den neun Minuten bis zur Pause nach einer 11:10-Führung nur noch ein Treffer gelang, lag beim Seitenwechsel plötzlich Melsungen vorn.

"Es ist ein sehr hart umkämpftes Spiel, sehr eng", sagte Bundestrainer Alfred Gislason nach der ersten Halbzeit bei Dyn: "Jetzt bin ich gespannt auf die zweite Halbzeit, ob es sich in eine Richtung dreht oder so eng bleibt."

Es blieb auch im zweiten Abschnitt ein heiß umkämpftes Finale - mit Vorteilen zunächst für Melsungen. Weil beim THW nun der für den glücklosen Nationaltorhüter Andreas Wolff eingewechselte Gonzalo Perez de Vargas einige Bälle aus den Ecken kratzte, glich Kiel 13 Minuten vor dem Ende wieder aus (47.). In der Schlussphase war es dann Melsungens Keeper Simic, der die MT auf der Siegerstraße hielt, auch einen späten Siebenmeter gegen Nationalspieler Zerbe entschärfte er. Wenig später traf Linksaußen David Mandic zum Sieg.

M.Jacobucci--PV

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