Pallade Veneta - Trotz Nein aus Hamburg: Weikert sieht Rückhalt für Olympia

Trotz Nein aus Hamburg: Weikert sieht Rückhalt für Olympia


Trotz Nein aus Hamburg: Weikert sieht Rückhalt für Olympia
Trotz Nein aus Hamburg: Weikert sieht Rückhalt für Olympia / Foto: Joerg Carstensen - picture-alliance/SID

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) glaubt trotz des verlorenen Referendums im Hamburg an einen großen Rückhalt für Olympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 in Deutschland. "Zum einen, weil die Menschen, so unser Eindruck nach ersten Analysen, in Hamburg vor allem gegen Spiele in Hamburg und nicht generell gegen Spiele in Deutschland gestimmt haben. Zum anderen gab es in 19 von 20 Referenden im Rahmen der Bewerbung ein Ja für Olympische und Paralympische Spiele in Deutschland", sagte Präsident Thomas Weikert in einem auf der DOSB-Homepage veröffentlichten Interview.

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Weikert rechnete vor: "Wenn man jede abgegebene Stimme gleichberechtigt zählt und die unterschiedliche Wahlbeteiligung berücksichtigt, haben im Schnitt 60 Prozent der Menschen der Bewerbung zugestimmt." Dies sei "gepaart mit bundesweiten Umfragewerten von 70 Prozent und starken politischen Beschlüssen in Berlin und Rostock-Warnemünde weiterhin ein klares Zeichen", dass "die Menschen in Deutschland mehrheitlich die Spiele wollen".

In Hamburg hatten sich bei einer Wahlbeteiligung von 49,5 Prozent am Sonntag 54,9 Prozent (357.911 Stimmen) gegen eine Olympiabewerbung ausgesprochen, die Ablehnung fiel damit noch höher aus als beim Nein 2015 (51,6).

Dennoch steht Weikert zum System der Bürger- und Bürgerinnen-Entscheide. "Ja, denn es zeigt, dass es die richtige Entscheidung war, den Bewerbern erst die Möglichkeit zu geben, Referenden und andere Beteiligungsformate durchzuführen, bevor der deutsche Sport eine Entscheidung über den deutschen Bewerber, der international ins Rennen geht, trifft. Anders als 2015 steht Deutschland jetzt mit drei starken Bewerbern da", sagte der 64-Jährige.

A.Rispoli--PV

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