Pallade Veneta - Ein Fehler? Neuer wiegelt ab

Ein Fehler? Neuer wiegelt ab


Ein Fehler? Neuer wiegelt ab
Ein Fehler? Neuer wiegelt ab / Foto: ANGELA WEISS - SID

Manuel Neuer war pikiert. Ob er das entscheidende Gegentor beim 1:2 (1:1) im letzten WM-Gruppenspiel gegen Ecuador auf seine Kappe nehme? "Nein", antwortete der DFB-Rückkehrer entschieden, als handle es sich bei der Frage um eine Majestätsbeleidigung.

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Warum nicht? Weil er sich in der Situation vor dem Treffer von Gonzalo Plata (78.) richtig verhalten habe. "Ich muss auf das schauen, was vor mir passiert, wo der Ball ist und was mit dem Ball passiert", sagte Neuer und betonte: "Wenn ich anfange, im Fünfer auf Brustwarzen-Höhe die Bälle rumzupatschen, dann wäre es möglicherweise ein Eigentor gewesen, also auf gar keinen Fall."

Es habe sich vielmehr um "eine ganz normale Kopfballverlängerung" gehandelt. "Jeder Torwart, der schon mal gespielt hat, der weiß, dass ich mich so zu dem Ball hinstellen muss und den versuchen muss auch so zu fangen." Schließlich hätte der Ball "überall hin" verlängert werden können. Er fiel aber unmittelbar vor Neuer auf die Fußspitze von Plata - und dann ins Tor.

Für Neuer bedeutete dies das bittere Zwischentief einer bisher aus seiner Torwartsicht unglücklich verlaufenden WM. Sieben Schüsse bekam der DFB-Rückkehrer nur auf sein Tor, vier waren drin. Kein einziges Mal blieb der 40-Jährige, den Julian Nagelsmann eigens für die Endrune aus dem DFB-Ruhestand geholt hatte, ohne Gegentor.

"Bis jetzt ist noch kein Torwartspiel dabei gewesen", sagte der Bundestrainer und analysierte die beiden Gegentreffer gegen die Südamerikaner so: "Der erste Ball war super schwer, der geht vorher durch die Beine. Beim zweiten Tor ist es extrem schwierig zu reagieren. Der Ball wird am kurzen Pfosten verlängert, der Spieler kommt dann aus seinem Rücken. Das war eine undankbare Situation, das müssen wir anders verteidigen."

Das sah ARD-Experte Bastian Schweinsteiger ähnlich. "Es ist extrem schwer für einen Torwart, da zu reagieren", sagte er über das 1:2. "Wenn so viele Spieler vor dem Torwart sind, kannst du wenig machen."

Doch auch Schweinsteiger denkt beim Blick auf seinen Weltmeister-Kollegen Neuer "manchmal: Wo sind die großen Paraden? Die sind aber noch nicht gekommen, weil es noch nicht so viele Schüsse aufs Tor gab." Für ihn steht fest: "Er wird für unser Spiel noch sehr wichtig werden."

A.Rispoli--PV

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