Pallade Veneta - Leipzig erlebt herben Dämpfer bei Champions-League-Neuling Como

Leipzig erlebt herben Dämpfer bei Champions-League-Neuling Como


Leipzig erlebt herben Dämpfer bei Champions-League-Neuling Como
Leipzig erlebt herben Dämpfer bei Champions-League-Neuling Como / Foto: Spada - picture alliance/LaPresse/SID

K.o. in Como: RB Leipzig ist nach 589 Tagen Königsklassen-Abstinenz mit einem heftigen Dämpfer in die Champions-League-Saison gestartet. Beim italienischen Klub Como 1907 unterlag die Mannschaft von Trainer Martin Demichelis mit 1:4 (0:2) - nach dem 1:3 bei Werder Bremen in der Bundesliga war es die zweite deutliche Niederlage in Folge für die ambitionierten Sachsen.

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Martin Baturina (15.) brachte die Italiener mit dem ersten Champions-League-Treffer für den Klub in Führung, Tassos Douvikas (38.) erhöhte noch vor der Pause. Auch nach dem Seitenwechsel blieb Como die gefährlichere Mannschaft: Assane Diao (54.) und Máximo Perrone (90.+1) trafen, zwischenzeitlich verkürzte Andrija Maksimovic (58.) für Leipzig.

Für Como war es ein historischer Sieg. Das erste Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte war mit Spannung erwartet worden und seit Wochen ausverkauft. Bei einer Kapazität von lediglich 11.000 Plätzen verzichteten Klubpräsident Mirwan Suwarso und einige weitere Führungskräfte auf ihre Sitzplätze. Diese wurden stattdessen 70 Como-Fans angeboten, die 1950 oder früher geboren sind und den Verein in jeder Ära und Liga unterstützt haben. "Wir wollten, dass diese Plätze an diejenigen gehen, die am längsten gewartet haben", sagte Suwarso.

Como erwischte den besseren Start und setzte Leipzig früh unter Druck. Willi Orban sah nach einem Foul an Alex Valle bereits in der 2. Minute die Gelbe Karte. Die Gastgeber ließen den Sachsen anschließend kaum Luft zum Atmen. Antonio Nusa (12.) gab nach Zuspiel von Christopher Nkunku zwar den ersten Torschuss der Partie ab, Como-Torhüter Jean Butez sicherte den Ball jedoch im Nachfassen. Auch Leipzigs Maarten Vandevoordt (13.) hatte früh alle Hände voll zu tun und parierte zwei Abschlüsse von Kapitän Lucas da Cunha und Nico Paz.

Kurz darauf schlug Como zu. Baturina leitete den Angriff selbst ein und stand anschließend genau richtig, als ihm der Ball quergelegt wurde. Demichelis hatte im Vorfeld und nach der 1:3-Pleite bei Werder Bremen angekündigt, mit seiner Mannschaft "Gas geben" zu wollen, und sie entsprechend offensiv aufgestellt. Leipzig zeigte sich jedoch beeindruckt von der Schnelligkeit und Konterstärke der Italiener.

Nachdem sich die Sachsen allmählich an die Intensität der Gastgeber gewöhnt zu haben schienen, legte Como noch vor der Pause nach. Douvikas startete von der Mittellinie im richtigen Moment, sodass Orban das Abseits aufhob. Der Grieche setzte sich anschließend im Alleingang gegen die spärlich besetzte Leipziger Abwehr durch und erhöhte auf 2:0.

Nach der Halbzeitpause kamen die Leipziger offensiver aus der Kabine. Einen Freistoß an der Strafraumkante trat David Raum (49.), der in seinem 20. Champions-League-Spiel erstmals als Kapitän auflief, gefährlich in den Strafraum. Orban verpasste die Hereingabe jedoch knapp. Die Sachsen erhöhten den Druck, doch Como schlug erneut zu. Nach einer Phase mit wenig Ballbesitz starteten die Gastgeber einen schnellen Konter. Paz leitete den Ball an Diao weiter, der aus spitzem Winkel ins lange Eck traf. Leipzigs Torhüter Vandevoordt machte dabei keine gute Figur.

Bei Leipzig keimte noch einmal Hoffnung auf, als Nkunku den erst 19-jährigen Neuzugang Maksimovic bediente, der aus 17 Metern verkürzte. Der Schlusspunkt war aber erneut den Gastgebern vorbehalten.

M.Jacobucci--PV

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