Pallade Veneta - Neue Ariane-6-Rakete bringt Wettersatelliten ins All

Neue Ariane-6-Rakete bringt Wettersatelliten ins All


Neue Ariane-6-Rakete bringt Wettersatelliten ins All
Neue Ariane-6-Rakete bringt Wettersatelliten ins All / Foto: Ronan LIETAR - AFP/Archiv

Die neue europäische Trägerrakete Ariane 6 hat erfolgreich einen hochmodernen Wettersatelliten ins All gebracht, mit dem die Prognosen deutlich verbessert werden sollen. Die Rakete hob am Mittwochmorgen exakt zur vorgesehenen Zeit um 02.37 Uhr (MESZ) vom europäischen Raumfahrtbahnhof Kourou in Französisch-Guyana ab. Gut eine Stunde später setzte sie den vier Tonnen schweren Wettersatelliten MetOp-SG-A1 aus, für den Deutschland eine wichtige Multispektral-Kamera stellt.

Textgröße ändern:

"Der Satellit hat die Kommunikation hergestellt und beginnt seine Inbetriebnahme-Phase", erklärte Hersteller Airbus. "Dieser Start markiert den Beginn einer neuen Ära, welche die Genauigkeit von Wettervorhersagen deutlich verbessern und für die kommenden Jahre wichtige Daten liefern wird."

MetOp-SG-A1 soll die Erde auf einer polaren Umlaufbahn umkreisen. Zusammen mit anderen Satelliten sollen sich so nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) "die Wettervorhersagen in Europa und weltweit bis zu zehn Tage im Voraus verbessern". Das Programm habe eine geplante Laufzeit von 24 Jahren und werde durch drei identische Satellitengenerationen abgedeckt.

Die Satelliten sind dafür mit der hochmodernen Multispektral-Kamera "METimage" ausgestattet, deren Entwicklung und Bau von der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR koordiniert wurde. "METimage wird Wolken, Wasserdampf und Aerosole, Land- und Ozeanoberflächentemperaturen sowie Eisbedeckung, Vegetation und auch Brände hochgenau messen", heißt es auf der DLR-Website. Entwickelt und gebaut wurde die Kamera von Airbus Defence and Space Deutschland.

Ein weiterer wichtiger Teil der Mission ist der Satellit Sentinel-5 des EU-Erdbeobachtungsprogramms Copernicus. Sentinel-5 soll künftig täglich hochauflösende Daten zu Luftschadstoffen und atmosphärischen Spurengasen rund um den Globus liefern, wie die EU-Kommission am Mittwoch mitteilte. Demnach wird der Satellit die Erde etwa einmal alle 100 Minuten umkreisen.

Nach dem Jungfernflug im Juli 2024 hatte die Ariane 6 Anfang März dieses Jahres ihren ersten kommerziellen Flug absolviert, nun folgte der zweite. Mit der neuen Trägerrakete will Europa in der Raumfahrt unabhängiger von den USA und Russland werden.

Das Vorgängermodell Ariane 5 war nach 27-jährigem Einsatz im Juni 2023 zum letzten Mal gestartet, danach war bis zu Ariane 6 fast zwei Jahre lang Pause. Seit der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022 haben sie zudem keinen Zugang mehr zur russischen Trägerrakete Sojus, die zehn Jahre lang von Kourou aus gestartet war.

Y.Destro--PV

Empfohlen

Frühere Dombaumeisterin kritisiert geplantes Eintrittsgeld für Kölner Dom

Die ehemalige Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner hat das geplante Eintrittsgeld für den Kölner Dom kritisiert. Solch ein Eintrittsgeld schrecke sicherlich Besucher ab, sagte Schock-Werner am Montag im Deutschlandfunk. Außerdem drohe es, den Charakter des Doms zu verändern. "In dem Moment, wo ich Geld erhebe, ist es mehr wie ein Museum", sagte Schock-Werner. Sie fände es "ganz schwierig", wenn der Dom nur noch von wohlhabenden Menschen besucht werden könne.

Ondas schließt die Übernahme von Rotron Aerospace Ltd. ab und erweitert damit seine Langstrecken-Antriebstechnologien für fortschrittliche unbemannte Systeme im Verteidigungsbereich

Das britische Unternehmen Rotron Aerospace stärkt die System-of-Systems-Architektur von Ondas mit unbemannten Flugzeugplattformen, Flugzeugtriebwerkstechnologien und autonomen Einsatzfähigkeiten mit langer AusdauerErweitert die strategische Präsenz von Ondas innerhalb der Ökosysteme des Vereinigten Königreichs und der NATO und ermöglicht durch tief verwurzelte Beziehungen zum britischen Verteidigungsministerium einen beschleunigten Zugang zu wichtigen ProgrammenSchafft eine industrielle Basis im Vereinigten Königreich für fortschrittliche unbemannte Systeme zur Unterstützung von NATO-Programmen und Initiativen zur Lokalisierung der Verteidigung der Alliierten

Steinmeier und Merz würdigen verstorbenen Philosophen Habermas

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) haben den verstorbenen Philosophen Jürgen Habermas gewürdigt. "Mit Jürgen Habermas verlieren wir einen großen Aufklärer, der die Widersprüche der Moderne durchmessen hat", schrieb Steinmeier am Samstag in einem Kondolenzschreiben an die Tochter und den Sohn des Verstorbenen. "Er hat uns das Ethos des demokratischen Diskurses gelehrt und die Emanzipation des Menschen als unaufgebbares Ziel begründet."

Philosoph Jürgen Habermas mit 96 Jahren gestorben

Der Philosoph Jürgen Habermas ist tot. Der weltbekannte Intellektuelle starb am Samstag im Alter von 96 Jahren in Starnberg, wie eine Sprecherin des Suhrkamp-Verlags der Nachrichtenagentur AFP sagte. Sie berief sich auf Angaben von Habermas' Familie. Habermas galt als wichtigster deutscher Philosoph der Gegenwart und genoss internationale Anerkennung.

Textgröße ändern: