Pallade Veneta - Studie: Lärm schadet Vögeln weltweit und stört beim Brüten

Studie: Lärm schadet Vögeln weltweit und stört beim Brüten


Studie: Lärm schadet Vögeln weltweit und stört beim Brüten
Studie: Lärm schadet Vögeln weltweit und stört beim Brüten / Foto: BRUCE BENNETT - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Nicht nur intensive Landwirtschaft und der Klimawandel, sondern auch von Menschen verursachter Lärm schadet einer Studie zufolge Vögeln in aller Welt. Der Lärm etwa durch Straßenverkehr und Baustellen habe einen erheblichen Einfluss auf die Kommunikation, Nahrungssuche, und Physiologie von Vögeln, hieß es in der am Mittwoch im Fachblatt "Proceedings of the Royal Society B" veröffentlichten Untersuchung. Lärm hat demnach zudem "erhebliche negative Folgen" für die Fortpflanzung von Vögeln.

Textgröße ändern:

Frühere Studien hatten gezeigt, dass einzelne Lärmquellen wie Flugzeuge, Straßenverkehr und Baustellen Vögel sowie andere Tiere beeinträchtigen können. Für die nun veröffentlichte Studie analysierten Forschende in den USA jedoch seit 1990 veröffentlichte Daten über 160 Vogelarten auf sechs Kontinenten, um herauszufinden, ob sich allgemeine Trends erkennen lassen.

"Vögel sind sehr auf akustische Informationen angewiesen", erklärte Natalie Madden, die die Untersuchung an der Universität Michigan leitete. "Sie singen um Partner zu finden, warnen vor Feinden, und Küken rufen nach ihren Eltern, um ihnen mitzuteilen, das sie hungrig sind", betonte Madden. Dadurch seien sie durch modernen Lärm, der durch Autos, Maschinen und städtisches Leben verursacht wird, besonders gefährdet.

Die Studie untersuchte viele verbreitete Arten wie Rotkehlchen, Stare, Haussperlinge und Kohlmeisen.

Etwa 60 Prozent der Vogelarten weltweit verzeichnen einen Rückgang ihrer Populationen, was laut der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) vor allem auf den Verlust ihres Lebensraums durch die Ausweitung der Landwirtschaft und Abholzung zurückzuführen ist.

Die Autoren der Studie erklärten, dass Lärmbelästigung eine "unterschätzte Folge" des menschlichen Einflusses auf die Natur sei. Einige relativ einfache Maßnahmen, wie der Umstieg auf leise Elektroautos, könnten demnach für Vögel einen großen Unterschied machen. Eine weitere Möglichkeit sei es, laute Maschinen außerhalb der Hauptbrutzeiten zu nutzen, erklärte Madden.

G.Riotto--PV

Empfohlen

SPD kritisiert "immer neue Forderungen" der Union zum Verbrenner-Aus

Die SPD hat der Union eine Blockade beim sogenannten Verbrenner-Aus vorgeworfen. "Es schadet dem Wirtschaftsstandort, dass die CDU, immerhin Kanzlerpartei, mit immer neuen Forderungen um die Ecke kommt", sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Roloff, dem Nachrichtenportal web.de am Freitag. "Was wir brauchen, ist Planungssicherheit und volle Konzentration auf die Antriebswende", sagte Roloff.

Umweltverbände fordern Kurswechsel: Raus aus der fossilen Krise

Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) sowie mehrere Einzelverbände haben vor dem Hintergrund der aktuellen Krise einen Kurswechsel weg von fossilen Energieträgern gefordert. "Deutschlands Abhängigkeit von Öl und Gas verschärft die Klimakrise massiv und ist zugleich eine akute Gefahr für wirtschaftliche Stabilität, soziale Sicherheit und unsere demokratische Souveränität", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Kritik gibt es am aktuellen Kurs der Bundesregierung.

Vor Ostseeküste liegender Wal bewegt sich nicht von der Stelle

Der vor der Ostseeküste liegende Buckelwal hat sich bislang nicht mehr von der Stelle bewegt. Der Wal habe sich bis Donnerstagmorgen "nicht bewegt und atmet etwa alle fünf Minuten", sagte eine Sprecherin des Deutschen Meeresmuseums in Stralsund. Der Meeressäuger werde weiterhin von Experten aus der Ferne beobachtet. Dabei zeigten sich im Vergleich zum Mittwoch keine Änderungen.

Keine Hoffnung mehr für Buckelwal: Tier vor Ostseeküste liegt im Sterben

Für den wochenlang vor der Ostseeküste umherirrenden Buckelwal gibt es keine Hoffnung mehr. Behörden und Experten stellten am Mittwoch die aktiven Bemühungen zur Rettung des in flachem Wasser vor der Insel Poel bei Wismar in Mecklenburg-Vorpommern festliegenden Meeressäugers ein. "Wir gehen fest davon aus, dass das Tier dort verstirbt", sagte der Experte Burkard Baschek bei einer streckenweise emotionalen gemeinsamen Pressekonferenz mit Mecklenburg-Vorpommerns Landesumweltminister Till Backhaus (SPD).

Textgröße ändern: