Pallade Veneta - US-Energieminister: "Klima-Kult" belastet Europas Wirtschaft

US-Energieminister: "Klima-Kult" belastet Europas Wirtschaft


US-Energieminister: "Klima-Kult" belastet Europas Wirtschaft
US-Energieminister: "Klima-Kult" belastet Europas Wirtschaft / Foto: Juan BARRETO - AFP/Archiv

US-Energieminister Chris Wright hat Europa einen zu starken Fokus auf die Bekämpfung des Klimawandels vorgeworfen. Ein "Klima-Kult" habe Europas Energiepreise in die Höhe getrieben, während der Kontinent weniger davon produziere, sagte Wright am Dienstag in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP. Diese Konzentration auf das Klima habe "die wirtschaftlichen Chancen für Europäer verringert", fügte er hinzu.

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Die Botschaft Washingtons an Europa ist laut Wright simpel: "Wir müssen beim Thema Energie einfach ernsthaft und nüchtern sein", sagte er AFP. "Energie verbessert das Leben der Menschen." Washington wünsche sich ein "starkes, mächtiges, industrielles, wohlhabendes und florierendes Europa".

Sorgen um steigende CO2-Emissionen tat Wright derweil ab. Diese seien "ein Nebeneffekt der modernen Welt", sagte er. Sie bewirkten lediglich, "dass die Welt ein bisschen wärmer, ein bisschen grüner und ein bisschen nasser ist."

Hinsichtlich der diplomatischen Spannungen zwischen Europa und den USA, zuletzt während der Krise um die US-Besitzansprüche auf das zum Nato- und EU-Mitgliedstaat Dänemark gehörende Grönland, müsse Europa sich keine Sorgen machen, erklärte Wright. Washington bleibe ein "starker Verbündeter". US-Präsident Donald Trump habe einen "sehr aggressiven" Stil, aber "es bestand nie die Möglichkeit, dass die USA Grönland einnehmen würden", sagte er. Vielmehr sei diese Politik der "harten Liebe" ein Versuch, "Europa zu einer stärkeren Armee, einem stärkeren Energiesystem und einer stärkeren Wirtschaft zu verhelfen".

US-Präsident Trump hatte den Klimaschutz wiederholt als "den größten Betrug" weltweit bezeichnet. Seine Vorgänger Barack Obama und Joe Biden von den Demokraten hätten die USA mit Klimaschutzvorgaben "ausgeraubt". Statt auf den Ausbau erneuerbarer Energien setzt Trump wieder auf die Förderung von klimaschädlichen fossilen Brennstoffen wie Öl und Gas.

Trump hatte nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr den erneuten Wiederausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen angekündigt, mit dem der weltweite Temperaturanstieg im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf maximal zwei Grad begrenzt werden soll. Bereits in Trumps erster Amtszeit (2017 bis 2021) hatten die USA dem Abkommen ein erstes Mal den Rücken gekehrt.

N.Tartaglione--PV

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