Deutscher Umweltpreis für Ingenieur und Juristin
Der Deutsche Umweltpreis geht in diesem Jahr an den Membranfilter-Ingenieur Klaus Vossenkaul und die Umweltjuristin Roda Verheyen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird den beiden die mit insgesamt 500.000 Euro dotierte Auszeichnung am Mittag in Aachen überreichen, wie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) am Sonntag mitteilte. Vossenkaul wird demnach für "innovative Lösungen" in der Abwasserreinigung ausgezeichnet, Verheyen für ihren juristischen Einsatz für den Klima- und Umweltschutz.
Vossenkaul ist Gründer und Geschäftsführer der Membranfilter-Firma Membion und hält 28 Patente. Er hat eine Membranfiltertechnologie für Kläranlagen weiterentwickelt, die energieeffizienter und platzsparender ist. Vossenkaul habe "neue Maßstäbe in der Abwasserreinigung gesetzt", erklärte DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. Er habe als Unternehmer "mit Mut, Beharrlichkeit und Innovationskraft Lösungen gefunden, um die lebenswichtige Ressource Wasser besser zu schützen".
Verheyen ist als Rechtsanwältin in Hamburg tätig und dort auch Mitglied des Hamburgischen Verfassungsgerichts. "Der Umwelt zu ihrem Recht zu verhelfen: Dieses Motiv zieht sich durch Verheyens gesamtes Berufsleben", erklärte die DBU. Sie tritt demnach als Sachverständige auf, erarbeitet Gesetzesinitiativen, berät Politik und Zivilgesellschaft und verfasst wegweisende Klagen.
Die beiden Ausgezeichneten seien "Mutmacher, die zeigen, wie es positiv vorangehen kann", betonte DBU-Generalsekretär Bonde. "Roda Verheyen und Klaus Vossenkaul verkörpern Haltung, Beharrlichkeit und Innovationskraft mit klarem Kompass beim Umwelt- und Klimaschutz – auch als Standortfaktoren für Unternehmen in Deutschland."
Der Deutsche Umweltpreis wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Sitz in Osnabrück verliehen und gilt nach deren Angaben als eine der höchstdotierten Umweltauszeichnungen in Europa. Die DBU geht auf eine Idee der Bundesregierung zurück und wurde 1990 vom Bundestag per Gesetz eingerichtet.
C.Grillo--PV