Pallade Veneta - Zahlreiche Verkehrsunfälle wegen Glatteis

Zahlreiche Verkehrsunfälle wegen Glatteis


Zahlreiche Verkehrsunfälle wegen Glatteis
Zahlreiche Verkehrsunfälle wegen Glatteis / Foto: Tobias Schwarz - AFP

Gefährliches Glatteis hat am Montagmorgen in großen Teilen Deutschlands Straßen und Wege rutschig gemacht und zu vielen Verkehrsunfällen geführt. Zunächst waren vor allem der Nordwesten und Westen bis in die Mitte betroffen, im Laufe des Tages soll es auch im Osten verbreitet Glatteisregen geben, warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD). In den Nähe von Walsrode in Niedersachsen starb ein Autofahrer bei einem Unfall.

Textgröße ändern:

Der 25 Jahre alte Mann war am frühen Montagmorgen mit einem Opel auf der Autobahn 27 unterwegs, sagte ein Sprecher der Polizei in Verden. Er sei bei Glätte von der Straße abgekommen, gegen die Leitplanke gestoßen und habe diese durchbrochen. Das Auto sei dann gegen einen Baum gefahren. Der junge Fahrer starb noch am Unfallort.

Auch aus anderen Regionen wurden Verkehrsunfälle gemeldet. So berichtete etwa die Polizei im Kreis Warendorf bei Münster von "ersten Unfällen mit Sachschaden". In Mainz verzeichnete die Polizei 63 Verkehrsunfälle, bislang ohne Verletzte. Die Feuerwehr in Bonn meldete seit Sonntagabend 24 chirurgische Notfälle, "die im Wesentlichen auf Stürze auf dem glattem Untergrund zurückzuführen sind".

Für weite Teile Deutschlands rät der DWD, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten und sich auf allen Verkehrswegen auf Beeinträchtigungen einzustellen. Von West nach Ost komme es zu gefährlichem Glatteis. Das liege an der Warmfront eines Tiefs südlich von Island. Dabei werde milde Atlantikluft herangeführt, welche "die Frostluft der vergangenen Tage und Nächte aber nur langsam verdrängen kann", teilte der DWD mit.

In mehreren Regionen fällt wegen des Glatteises am Montag der Unterricht aus: Unter anderem sagten die zuständigen Behörden in großen Teilen von Niedersachsen den Unterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen ab, etwa in der Region Hannover und im Landkreis Osnabrück. Auch die Grund- und weiterführenden Schulen im Landkreis Göttingen bleiben am Montag geschlossen.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: