Pallade Veneta - Lufthansa bietet Sondertarif für "nachhaltigeres Reisen" an

Lufthansa bietet Sondertarif für "nachhaltigeres Reisen" an


Lufthansa bietet Sondertarif für "nachhaltigeres Reisen" an
Lufthansa bietet Sondertarif für "nachhaltigeres Reisen" an / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Die Lufthansa bietet ab Mittwoch einen neuen Sondertarif für umweltschonenderes Reisen an. Die sogenannten Green Fares ermöglichten "nachhaltigeres Fliegen mit nur einem Klick", denn die neuen Tarife enthielten bereits den Ausgleich der flugbezogenen CO2- Emissionen, erklärte Lufthansa am Montag. Der Ausgleich erfolge zu 20 Prozent über den Einsatz nachhaltiger Flugkraftstoffe und zu 80 Prozent über Beiträge zu "hochwertigen Klimaschutzprojekten".

Textgröße ändern:

Die neuen Green Fares sind demnach bei Lufthansa sowie Tochter-Airlines wie Austrian, Brussels und Swiss auf über 730.000 Flügen innerhalb Europas sowie nach Nordafrika in der Economy und Business Class buchbar. Wer sich für den grünen Tarif entscheidet, erhalte zusätzliche Statusmeilen und eine kostenfreie Umbuchungsmöglichkeit.

"Menschen wollen nicht nur fliegen und die Welt entdecken - sie wollen sie gleichzeitig auch schützen", erklärte Christina Foerster von der Lufthansa. "Die Produkteinführung bildet einen wichtigen Baustein bei unseren Anstrengungen für eine klimafreundlichere Luftfahrt."

Das Prinzip, bei der Flugbuchung einen Aufpreis zum Ausgleich von Treibhausgasemissionen zu zahlen, gibt es schon seit einiger Zeit. Bislang wurde dies aber von externen Organisation angeboten. Nach eigenen Angaben ist die Lufthansa das erste Unternehmen weltweit, welches den Ausgleich in seine Tarifstruktur aufnimmt.

An der Idee, die Klimabilanz von Produkten durch Beiträge zu Klimaschutzprojekten aufzubessern, gibt es allerdings viel Kritik. Die Pläne zur Kompensation des CO2-Ausstoßes seien oft unrealistisch, erklärten gerade am Montag die Organisationen NewClimate Institute und Carbon Market Watch. Verpflichtungen seien häufig unklar, unglaubwürdig und schwer nachzuprüfen.

Die Deutsche Umwelthilfe hatte die Green Fares von Lufthansa, die bereits im vergangenen Jahr getestet wurden, für den Negativ-Preis "Goldener Geier" für die "dreisteste Umweltlüge" nominiert. Die Airline landete in der Abstimmung auf dem zweiten Platz hinter dem Öl-Konzern Shell, der an der Tankstelle mit einem "CO2-Ausgleich" in Höhe von 1,1 Cent pro Liter geworben hatte.

S.Urciuoli--PV

Empfohlen

Barmer-Studie: Klimaangst bei Jugendlichen nimmt ab

Der Klimawandel scheint Jugendlichen in Deutschland einer Umfrage zufolge nicht mehr so starke Angst zu bereiten wie noch vor einigen Jahren. Nach am Montag veröffentlichten Daten der Sinus-Jugendstudie der Krankenkasse Barmer haben 31 Prozent der 14- bis 17-Jährigen große Angst vor dem Klimawandel - 2021 waren es noch 39 Prozent.

Kolumbien beschwört bei Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien neue Allianzen

Anlässlich der ersten internationalen Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Energien hat das Gastgeberland Kolumbien zu neuen Allianzen aufgerufen. Länder, die Willens seien, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen, stellten "eine neue Macht" dar, sagte die kolumbianische Umweltministerin Irene Vélez Torres der Nachrichtenagentur AFP. Sie äußerte sich kurz bevor Regierungsvertreter aus mehr als 50 Ländern ab Dienstag zu zweitägigen Gesprächen in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta zusammenkommen.

Petersberger Klimadialog berät über Energiewende und Klimafinanzierung

Zum Petersberger Klimadialog werden ab Dienstagmorgen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 30 Staaten in Berlin erwartet. Die Beratungen dienen der Vorbereitung der nächsten UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, die von der Türkei in Zusammenarbeit mit Australien ausgerichtet wird. Am Mittwoch wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Rahmen des High-Level-Segments des Klimadialogs sprechen.

Petersberger Klimadialog: Verbände fordern von Merz Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Umweltverbände fordern im Vorfeld des internationalen Petersberger Klimadialogs kommende Woche in Berlin ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Abschied von Kohle, Öl und Gas. "Wir erwarten von Bundeskanzler Friedrich Merz, hier Akzente zu setzen", sagte Lutz Weischer von Germanwatch am Donnerstag in Berlin. Gerade die aktuelle Energiekrise aufgrund des Iran-Krieges zeige erneut, wie wichtig es sei, eine Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen.

Textgröße ändern: