Pallade Veneta - Früherer Mastercard-Chef Ajay Banga als neuer Weltbankpräsident bestätigt

Früherer Mastercard-Chef Ajay Banga als neuer Weltbankpräsident bestätigt


Früherer Mastercard-Chef Ajay Banga als neuer Weltbankpräsident bestätigt
Früherer Mastercard-Chef Ajay Banga als neuer Weltbankpräsident bestätigt / Foto: Tony KARUMBA - AFP/Archiv

Die Weltbank hat den früheren Mastercard-Chef Ajay Banga als ihren neuen Präsidenten bestätigt. Die Weltbank-Exekutivdirektoren stimmten am Mittwoch für eine fünfjährige Amtszeit des US-Managers mit indischen Wurzeln, wie die internationale Finanzinstitution mit Sitz in Washington mitteilte. Der 63-Jährige wird damit am 2. Juni den bisherigen Weltbank-Chef David Malpass ablösen, der knapp ein Jahr vor dem eigentlichen Ende seiner Amtszeit abtritt.

Textgröße ändern:

Der von US-Präsident Joe Biden nominierte Banga war der einzige Kandidat für den Posten. Der Präsident der Weltbank, deren Mission der Kampf gegen die Armut weltweit ist, kommt traditionell aus den USA. Der ebenfalls in Washington ansässige Internationale Währungsfonds (IWF) dagegen wird traditionell von einem Europäer oder einer Europäerin geführt.

Malpass hatte Mitte Februar überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Der US-Ökonom, der die Weltbank seit April 2019 führte, hatte im vergangenen Jahr mit Äußerungen zur Erderwärmung für Wirbel gesorgt. Kritiker warfen ihm vor, die Verantwortung des Menschen für den Klimawandel in Frage zu stellen.

Banga will als künftiger Weltbank-Chef unter anderem mehr Finanzmittel des Privatsektors für den Kampf gegen globale Herausforderungen mobilisieren. "Ohne den Privatsektor gibt es nicht genug Geld", sagte er während seiner Bewerbungsphase zu Journalisten.

Der in Pune im indischen Bundesstaat Maharashtra geborene Banga hatte seine berufliche Karriere in seiner Heimat begonnen und für die Ableger großer Lebensmittelkonzerne wie Nestlé und PepsiCo gearbeitet. Ende der 90er Jahre wechselte der Angehörige der religiösen Minderheit der Sikh in die Finanzwelt und siedelte später in die USA über, wo er die US-Staatsbürgerschaft erlangte.

Er arbeitete unter anderem jahrelang für die Citigroup und entwickelte dort die Strategie der Mikrokreditfinanzierung der US-Bank. Zwischen 2010 und 2021 leitete er dann den Zahlungsdienstleister Mastercard.

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: