Pallade Veneta - Sengende Hitze hat mehrere Teile der Welt im Griff

Sengende Hitze hat mehrere Teile der Welt im Griff


Sengende Hitze hat mehrere Teile der Welt im Griff
Sengende Hitze hat mehrere Teile der Welt im Griff / Foto: Alberto PIZZOLI - AFP

Von Europa über Amerika bis nach Japan und China: Große Teile der Welt stöhnen unter einer extremen Hitzewelle. Für dieses Wochenende wurde eine ganze Serie von Höchsttemperaturen erwartet. In Italien erließ das Gesundheitsministerium für mehrere Städte eine Hitzewarnung der Alarmstufe Rot. In Griechenland wurde am Samstag erneut das antike Wahrzeichen Akropolis in Athen geschlossen.

Textgröße ändern:

In Italien für die Alarmstufe Rot unter anderem für Rom, Bologna und Florenz ausgerufen. Diese Alarmstufe weise auf eine "Notsituation mit möglichen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit gesunder und aktiver Menschen hin", erläuterte das Gesundheitsministerium. Die Warnung richte sich aber vor allem an Risikogruppen "wie ältere Menschen, Kleinkinder und Menschen mit chronischen Krankheiten".

Der italienische Wetterdienst erklärte, er befürchte "die intensivste Hitzewelle des Sommers, aber auch eine der intensivsten aller Zeiten". Am Dienstag könnte es in Rom sogar 42 oder 43 Grad heiß werden. Damit könnte der bisherige Hitzerekord von 40,5 Grad aus dem August 2007 für die italienische Hauptstadt fallen.

Die 16-jährige Touristin Veronika Niederlovi aus Tschechien sagte der Nachrichtenagentur AFP, Rom fühle sich an wie ein "Hochofen". Es sei einfach "zu heiß", um länger an einer Stelle zu verweilen.

Auf der beliebten italienischen Mittelmeerinsel Sardinien könnte in diesen Tagen sogar die höchste jemals in Europa gemessene Temperatur von 48,8 Grad überschritten werden. In der Region Neapel starben der Zeitung "Il Messaggero" zufolge zwei Amateurfußballer im Alter von 48 und 51 Jahren infolge von vermutlich von der Hitze ausgelösten Beschwerden.

Durch den fortschreitenden Klimawandel träten solche Hitzewellen sehr viel häufiger auf als früher und seien zudem intensiver, sagte der Meteorologe Claudio Cassardi zu "Il Messaggero".

Neben Italien leiden in Europa auch Deutschland, Spanien, der Osten Frankreichs und Polen unter der Hitzewelle. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete für Samstag mit Höchstwerten von bis zu 38 Grad in Deutschland.

In Griechenland schlossen die Behörden den zweiten Tag in Folge für die heißesten Stunden des Tages die Akropolis. In der griechischen Hauptstadt wurden am Samstag abermals Temperaturen von 40 bis 41 Grad erwartet. Auf der Akropolis sei aber "die vom Körper gefühlte Temperatur (...) erheblich höher", erklärte das Kulturministerium. Schon am Vortag hatte es Schließzeiten für die Touristenattraktion gegeben.

Weltweit war der Juni laut dem europäischen Copernicus-Dienst bereits der wärmste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) erklärte die erste Juliwoche auf der Grundlage vorläufiger Daten ebenfalls zur bislang heißesten. Das Wetterphänomen El Niño verschlimmert die Situation zusätzlich.

Bereits seit Wochen leidet auch der Süden der USA unter hohen Temperaturen. Im berühmten kalifornischen Death Valley kämpfte die Feuerwehr seit Freitag gegen heftige Brände. Dort könnte am Wochenende die höchste jemals auf der Erde gemessene Lufttemperatur erreicht oder sogar übertroffen werden, sagte der Klimaforscher Daniel Swain von der University of California in Los Angeles. Der bisherige zuverlässig registrierte Rekord lag 2020 und 2021 bei 54,4 Grad.

Auch in Nordafrika, im Nahen Osten und Asien herrscht derzeit extreme Hitze. In Marokko gab der Wetterdienst daher für mehrere Regionen die Alarmstufe Rot aus und warnte zudem vor Wassermangel. Im ohnehin an Wasserknappheit leidenden Jordanien mussten nach Angaben der Armee mehrere Tonnen der kostbaren Ressource zum Löschen eines von der Hitze verursachten Waldbrandes eingesetzt werden.

Auch in China wurden am Wochenende in mehreren Provinzen bis zu 40 Grad oder mehr erwartet. In Japan mahnten die Behörden die Menschen wegen erwarteter Temperaturen von bis zu 39 Grad zur Vorsicht.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Behinderungen durch Schnee und Eisregen - Angespannte Lage in Berlin

Schneefall und Eisregen haben am Donnerstag erneut für Behinderungen und Einschränkungen vor allem im Nordosten Deutschlands gesorgt. In Berlin fielen einzelne U-Bahnen aus, am Hauptstadtflughafen BER waren zwischenzeitliche keine Starts möglich. Die Deutsche Bahn meldete erneut Einschränkungen im Fernverkehr, die Polizei mehrere Glätteunfälle. Meist blieb es aber bei Blechschäden, teils wurden Menschen leicht verletzt.

Wieder Schnee und überfrierender Regen: Behinderungen und Unfälle im Nordwesten

Erneute Schneefälle und überfrierender Regen haben vor allem im Westen und Nordwesten Deutschlands wieder zu Unfällen, Verkehrsbehinderungen und Schulausfällen geführt. In zahlreichen hessischen und niedersächsischen Landkreisen blieben am Mittwoch die Schulen geschlossen, ebenso in Bremen und Bremerhaven. Auf den Straßen kam es zu vielen Unfällen, in Hessen starb ein 51-jähriger Mann. Die Deutsche Bahn meldete Verspätungen und Zugausfälle, etwa zwischen Berlin und Hannover sowie zwischen Köln und Frankfurt am Main.

Null Grad und Frost: Historischer Temperatursturz in Karibikstaat Kuba

Historischer Temperatursturz in der Karibik: In Kuba sind die Temperaturen erstmals in der Geschichte des Landes auf null Grad abgesackt. Eine Wetterstation in der Provinz Matanzas im Norden der tropischen Insel habe einen Wert um den Gefrierpunkt von null Grad aufgezeichnet, teilte der Wetterdienst Insmet am Dienstag im Onlinenetzwerk Facebook mit. Es sei die niedrigste jemals gemessene Temperatur in dem sonnenverwöhnten Karibikstaat.

Unwetterwarnungen in Spanien und Portugal wegen Sturm "Leonardo"

Auf der Iberischen Halbinsel bereiten sich die Menschen auf Starkregen und Überschwemmungen infolge des Sturms "Leonardo" vor. Wegen der erwarteten heftigen Regenfälle und zu erwartenden Hochwassers sprachen die Behörden in Spanien und Portugal Unwetterwarnungen aus. Der spanische Wetterdienst Aemet gab für die Gebiete rund um die südspanischen Städte Cádiz und Ronda in der Region Andalusien für Mittwoch die höchste Warnstufe Rot aus.

Textgröße ändern: