Pallade Veneta - Hochsommerliche Temperaturen und Gewitterwarnung in Teilen Deutschlands

Hochsommerliche Temperaturen und Gewitterwarnung in Teilen Deutschlands


Hochsommerliche Temperaturen und Gewitterwarnung in Teilen Deutschlands
Hochsommerliche Temperaturen und Gewitterwarnung in Teilen Deutschlands / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Erst Hitze, dann schwere Gewitter: Die Menschen im Süden und Osten Deutschlands haben einen heißen Samstag erlebt. Vielerorts wurde die 34-Grad-Marke geknackt. Auf die hochsommerlichen Temperaturen sollten später am Tag dann nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) schwere Gewitter folgen.

Textgröße ändern:

Der Wetterdienst hatte für Samstag eine Hitzewarnung für Süd- und Ostdeutschland herausgegeben. Es seien Höchstwerte von bis zu 38 Grad zu erwarten, hieß es. Im Westen und Nordwesten seien es voraussichtlich 25 bis 29 Grad.

Später seien in vielen Landesteilen schwere Gewitter mit Starkregen und Sturmböen möglich, sagte der DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel. Vor allem in Süddeutschland bestehe ab dem Abend eine erhöhte Gefährdung.

Bis Nachmittag stiegen die Temperaturen vielerorts bereits auf über 34 Grad, etwa in Berlin, Würzburg und Konstanz. In Potsdam wurden laut DWD über 35 Grad gemessen und im bayerischen Bamberg sogar 36,1 Grad.

In weiten Teilen Brandenburgs galt am Samstag die höchste Waldbrand-Warnstufe, in vier Landkreisen wurde die zweithöchste Warnstufe erreicht. Auch in Teilen Sachsen-Anhalts und Sachsens galt die höchste Warnstufe.

Mit Blick auf die Gesundheitsrisiken insbesondere für ältere Menschen warb Kassenärztechef Andreas Gassen für eine Kühlung von Altenheimen in Hitzephasen. "Hilfreich wäre sicherlich die Klimatisierung von Altenheimen, denn dort leben nur besonders gefährdete Menschen", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag.

Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geplanten Schutzräume für die Öffentlichkeit halte er hingegen für schwer umsetzbar. "Runtergekühlte Turnhallen wären ja nur sinnvoll, wenn man die von Hitze bedrohten Menschen einsammelt und dorthin bringt und versorgt. Manches, was in der Theorie gut klingt, ist in der Praxis schwer bis gar nicht umsetzbar", sagte Gassen mit Blick auf die Ankündigungen Lauterbachs.

Der Fahrgastverband Pro Bahn kritisierte derweil den Umgang der Deutschen Bahn (DB) mit Hitze und Ausfällen von Klimaanlagen in Zügen. "Das Krisenmanagement ist sehr mäßig. Es dauert in der Regel viel zu lange, bis Hilfe vor Ort ist", sagte der Ehrenvorsitzende des Verbands, Karl-Peter Naumann, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Insbesondere der Regionalverkehr sei störungsanfällig.

Die Bahn unternehme zwar "einiges, um die Klimaanlagen gut durch den Sommer zu bekommen", sagte Naumann. Es gebe aber offenbar kein Konzept speziell für die Hitze: "Von speziellen Plänen insbesondere von Reservezügen ist uns nichts bekannt."

B.Fortunato--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: