Pallade Veneta - Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs


Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs
Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs / Foto: Simon WOHLFAHRT - AFP

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Textgröße ändern:

Mehrere Orte sagten bereits das traditionelle Musikfest Fête de la Musique am 21. Juni ab. In Paris riet die Polizei von Sportveranstaltungen unter freiem Himmel ab. Am Donnerstag hatte ein 30-Jähriger auf einer Sportanlage im Pariser Vorort Ermont einen tödlichen Herzstillstand erlitten.

Insgesamt gilt derzeit für 53 der 101 Départements die zweithöchste Warnstufe Orange - betroffen sind weite Landesteile vom Südwesten bis zum Nordosten Frankreichs. Von den 36 Millionen betroffen Menschen sind 9,7 Millionen älter als 60 und 3,8 Millionen älter als 75. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief dazu auf, sich in den kommenden Tagen verstärkt um ältere Menschen zu kümmern.

Das Arbeitsministerium appellierte an die Unternehmen, die Arbeitszeiten an die Hitzwelle anzupassen. In der Stadt Poitiers werden die mündlichen Abiturprüfungen um eine Woche verschoben. In vielen Schulen fällt der Unterricht aus. Während einer Hitzewelle im Juni des vergangenen Jahres waren landesweit rund 2200 Schulen geschlossen worden.

Die französische Bahn strich mehrere dutzende Fernzüge, vor allem um die Mittagszeit, um Pannen der Klimaanlagen vorzubeugen.

Wissenschaftler warnen, dass Hitzewellen in Europa infolge des menschengemachten Klimawandels häufiger auftreten.

O.Pileggi--PV

Empfohlen

Fast 41 Grad: Neuer Temperaturrekord in Österreich gemessen

Mit 40,8 Grad Celsius in Wien ist in Österreich am Dienstag ein neuer Hitzerekord erreicht worden. Die Rekordtemperatur wurde im Stadtteil Stammersdorf im Osten der Hauptstadt gemessen, wie der nationale Wetterdienst mitteilte. Der bisherige Rekord stammte vom August 2013, damals war das Thermometer in Bad Deutsch-Altenburg im Osten des Landes bis auf 40.5 Grad geklettert.

Zuviele Unsicherheiten: Traditionelle Prognose für französische Weinernte verschoben

Wegen zu großer Unsicherheiten durch Hitze und Trockenheit hat das französische Landwirtschaftsministerium die traditionelle Prognose für die Weinernte verschoben. Die für gewöhnlich rund um den 7. August veröffentlichten ersten Schätzungen würden auf den 8. September gelegt, erklärte das Ministerium am Dienstag. Dann hätten die staatlichen Stellen einen "besseren Überblick über das Erntepotenzial".

Juli war heißester Monat seit Aufzeichnungsbeginn in Frankreich

Der Juli war in Frankreich der bislang heißeste Monat seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen vor mehr als 125 Jahren. Die Durchschnittstemperatur lag bei 24,9 Grad Celsius und damit über dem bisherigen Rekordwert vom August 2003 (24,8 Grad), wie der französische Wetterdienst am Dienstag mitteilte. Durchschnittlich war es 3,8 Grad heißer als im Mittel der Periode zwischen 1991 und 2020.

Unwettergefahr bei starker Hitze: Wetterdienst warnt vor neuen Gewittern

Nach schweren Gewittern in Teilen Deutschlands drohen am Dienstag erneut Unwetter. Vor allem im Westen und Südwesten sei am Nachmittag mit kräftigen Gewittern mit erhöhtem Unwetterpotenzial zu rechnen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mit. Dabei bleibe es nahezu landesweit heiß. In der Mitte und im Süden Deutschlands erwarten die Meteorologen Temperaturen von 35 bis 38 Grad.

Textgröße ändern: