Pallade Veneta - US-Klimabeauftragter Kerry: Klimawandel ist "Bedrohung für die gesamte Menschheit"

US-Klimabeauftragter Kerry: Klimawandel ist "Bedrohung für die gesamte Menschheit"


US-Klimabeauftragter Kerry: Klimawandel ist "Bedrohung für die gesamte Menschheit"
US-Klimabeauftragter Kerry: Klimawandel ist "Bedrohung für die gesamte Menschheit" / Foto: FLORENCE LO - POOL/AFP

Der US-Klimabeauftragte John Kerry hat den Klimawandel bei einem Besuch in China als "Bedrohung für die gesamte Menschheit" bezeichnet. "Das Klima ist, wie Sie wissen, ein globales Thema, nicht ein bilaterales. Es ist eine Bedrohung für die gesamte Menschheit", sagte Kerry am Dienstag in Peking zu dem chinesischen Top-Diplomaten Wang Yi. Dies erfordere eine "globale Führung". Die Welt "hofft darauf und braucht das".

Textgröße ändern:

"Unsere Hoffnung ist, dass dies nun der Beginn einer neuen Definition der Zusammenarbeit und der Fähigkeit sein kann, die Differenzen zwischen uns zu lösen", sagte Kerry weiter. "Wir beide wissen, dass es echte Differenzen gibt." Beide wüssten jedoch auch aus Erfahrung, "dass wir, wenn wir daran arbeiten, (...) Wege zur Lösung dieser Herausforderungen finden können".

Wang betonte die Notwendigkeit einer "gesunden, stabilen und nachhaltigen Beziehung zwischen China und den USA". Es brauche die gemeinsame Unterstützung der Menschen in beiden Ländern, sagte Wang.

Kerrys China-Reise hatte am Sonntag begonnen und soll voraussichtlich bis Mittwoch dauern. Am Montag hatte sich Kerry nach Angaben chinesischer Staatsmedien vier Stunden lang mit seinem chinesischen Kollegen Xie Zhenhua getroffen.

Im vergangenen Jahr hatte China die Gespräche mit den USA über die Klimapolitik kurzzeitig ausgesetzt, nachdem die damalige Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, Taiwan besucht hatte. Kerrys Beziehungen zu seinen chinesischen Gesprächspartnern gelten jedoch als vergleichsweise gut. Die Biden-Regierung sieht die Klimapolitik als Politikfeld, auf dem Washington und Peking zusammenarbeiten können.

China und die USA sind einerseits für die weltweit größten CO2-Emissionen verantwortlich, tätigen aber auch die umfangreichsten Investitionen in erneuerbare Energien.

P.Colombo--PV

Empfohlen

Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

Textgröße ändern: