Pallade Veneta - Feuerwehr bringt größten Waldbrand in Portugal vorerst unter Kontrolle

Feuerwehr bringt größten Waldbrand in Portugal vorerst unter Kontrolle


Feuerwehr bringt größten Waldbrand in Portugal vorerst unter Kontrolle
Feuerwehr bringt größten Waldbrand in Portugal vorerst unter Kontrolle / Foto: Patricia DE MELO MOREIRA - AFP

Kleiner Lichtblick inmitten der Verwüstungen: In Portugal haben Feuerwehrleute einen seit fünf Tagen wütenden Waldbrand nahe der bei Touristen beliebten Algarveküste unter Kontrolle gebracht. Sinkende Temperaturen und höhere Luftfeuchtigkeit hätten geholfen, teilten die Einsatzkräfte am Mittwoch mit. Tausende Feuerwehrleute blieben aber vorerst mobilisiert. Rund um die Ortschaft Odemira mussten seit Samstag rund 1500 Menschen evakuiert werden. Insgesamt vernichtete das Feuer in den vergangenen Tagen rund 8.400 Hektar Waldfläche.

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Spanien rechnete unterdessen mit einem weiteren Hitzerekord. Nach Angaben des spanischen Wetterdienstes (Aemet) dürfte die dritte sommerliche Hitzewelle am Mittwoch mit Temperaturen von bis zu 44 Grad ihren Höhepunkt erreichen. Statt am Donnerstag soll die Hitze demnach erst am Freitag wieder abklingen. Damit könnten es die "fünf heißesten August-Tage seit 73 Jahren werden", erklärte die Behörde.

Für elf von rund 60 spanischen Gebieten meldete Aemet am Mittwoch Alarmstufe Rot - gleichbedeutend mit extremer Gefahr durch die hohen Temperaturen. Zu ihnen zählen drei Bezirke in Andalusien im Süden des Landes, zwei in der Region Madrid, zwei in der zentralen Region Kastilien-La Mancha, drei im nördlichen Baskenland und eines in der bergigen Region Kastilien und Léon.

Trotz der anhaltenden Hitze gelang es der spanischen Feuerwehr mit Hilfe von rund einem Dutzend Löschflugzeugen, die Ausbreitung eines Waldbrands in der Region Extremadura nahe der portugiesischen Grenze zu verlangsamen. Das Feuer sei vergleichsweise "günstig" verlaufen, teilte die Regionalregierung am Mittwochmorgen mit. Ersten Schätzungen zufolge vernichtete der Brand bisher eine Fläche von 350 Hektar. Ein jahrhundertealter Eichenwald ist nach Angaben von Einwohnern noch immer bedroht.

Ähnlich große Flächen fielen am Wochenende in Portbou in Katalonien und nahe Bonares in Andalusien den Flammen zum Opfer. Diese waren nach Angaben der Behörden inzwischen ebenfalls unter Kontrolle.

Vor allem Spanien ist zunehmend von Hitzewellen und Dürren betroffen. Im vergangenen Jahr wurden in dem Land fast 500 Feuer gezählt, die insgesamt mehr als 300.000 Hektar Land verwüsteten. In diesem Jahr zerstörten die Flammen bereits 70.000 Hektar Land. Extremwetterereignisse wie etwa Hitzewellen werden Wissenschaftlern zufolge durch den Klimawandel häufiger und heftiger.

P.Colombo--PV

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Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

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