Pallade Veneta - Diesjähriger Sommer in Deutschland zum 27. Mal in Folge zu warm

Diesjähriger Sommer in Deutschland zum 27. Mal in Folge zu warm


Diesjähriger Sommer in Deutschland zum 27. Mal in Folge zu warm
Diesjähriger Sommer in Deutschland zum 27. Mal in Folge zu warm / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP/Archiv

Der diesjährige Sommer ist zum 27. Mal in Folge zu warm gewesen. Zwischen Juni und August lag die Durchschnittstemperatur bei 18,6 Grad Celsius, twie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Mittwoch in Offenbach mitteilte. Dieser Wert lag um 2,6 Grad über der Referenzperiode 1961 bis 1990. Diese dient Expertinnen und Experten weltweit als Standardbasis für Langzeitvergleiche. "Seit nun 27 Jahren werden in Deutschland zu warme Sommer gemessen - wieder können wir den Klimawandel live erleben", erklärte DWD-Pressesprecher Uwe Kirsche.

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Nichtsdestotrotz gab es bei den Temperaturen Schwankungen. Während der Juli teils extreme Hitze bot, war der Augustanfang stellenweise frühherbstlich. Doch auch im Juni wurde es noch kalt: Am 3. Juni wurde in Sohland an der Spree in Sachsen mit minus 0,7 Grad der bundesweite Sommertiefstwert gemessen. Im Südwesten gab es im Juni hingegen außergewöhnlich hohe Temperaturen.

Der höchste Wert wurde am 15. Juli in Möhrendorf-Kleinseebach in Bayern mit 38,8 Grad Celsius gemessen. Während der Anfang des Augusts bei den Temperaturen eher an den Herbst erinnerte, bestimmte Mitte des Monats warme und feuchte Luft das Wetter. Erst zum Monatsende gingen die Temperaturen wieder zurück.

Mit rund 270 Litern pro Quadratmeter fiel im Sommer rund ein Zehntel mehr Regen als in der Referenzperiode 1961 bis 1990. Vor allem im August gab es teils heftigen Starkregen und Hagelgewitter sowie in den vergangenen Tagen Dauerregen mit steigender Hochwassergefahr im Südosten.

Innerhalb von drei Monaten wurden direkt an den Alpen bis zu 600 Liter pro Quadratmeter gemessen. Den höchsten Tagesniederschlag gab es mit 120,7 Litern pro Quadratmeter am 22. Juni in Bad Berneck im Fichtelgebirge. Ähnliche Mengen fielen im Sommer örtlich im Oberrheinischen Tiefland und im Nordosten.

Das Soll von 614 Sonnenstunden wurde in diesem Sommer um 17 Prozent übertroffen. Insgesamt schien die Sonne 720 Stunden. Der Juni 2023 war der zweitsonnigste Juni seit Messbeginn. In einigen Bundesländern war der Monat sogar der sonnigste, beispielsweise in Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen. Mit über 800 Stunden schien die Sonne am häufigsten im Alpenvorland und an der Grenze zur Schweiz.

N.Tartaglione--PV

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Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

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