Pallade Veneta - Kenias Präsident unterstreicht bei Afrika-Klimagipfel Chancen für den Kontinent

Kenias Präsident unterstreicht bei Afrika-Klimagipfel Chancen für den Kontinent


Kenias Präsident unterstreicht bei Afrika-Klimagipfel Chancen für den Kontinent
Kenias Präsident unterstreicht bei Afrika-Klimagipfel Chancen für den Kontinent / Foto: Luis Tato - AFP

Zum Auftakt des ersten Afrikanischen Klimagipfels hat der Präsident von Gastgeberland Kenia, William Ruto, die Chancen für afrikanische Staaten durch den Wandel hin zu einer klimaneutralen Weltwirtschaft hervorgehoben. Das Vorgehen gegen die Klimakrise stelle eine "beispiellose Chance für Afrika" dar, sagte Ruto am Montag bei der Eröffnungsrede des dreitägigen Gipfels in Nairobi. Der Afrikanische Klimagipfel gilt als wichtige Etappe auf dem Weg zur Ende November in Dubai beginnenden UN-Klimakonferenz (COP28).

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Mit Blick auf die wirtschaftlichen Chancen für Afrika sagte Ruto, der wachsenden Bevölkerung Afrikas "Wohlstand und Wohlergehen zu bieten, ohne die Welt in eine noch tiefere Klimakatastrophe zu stürzen" sei "kein abstrakter Vorschlag oder Wunschdenken", sondern "eine reale, wissenschaftlich belegte Möglichkeit". Kenias Staatschef fügte an, Afrikas Staaten sollten "grünes Wachstum nicht nur als klimapolitischen Imperativ sehen", sondern auch als "Quelle milliardenschwerer wirtschaftlicher Chancen".

In einem Entwurf zur Gipfelabschlusserklärung, welcher der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, wird das Potenzial Afrikas für erneuerbare Energien unterstrichen - und unter anderem mit der Vielzahl an jungen Arbeitskräften sowie dem Rohstoffreichtum begründet. In Afrika befinden sich demnach 40 Prozent der weltweiten Kobalt-, Mangan- und Platinreserven, die für die Batterieproduktion und die Herstellung von Wasserstoff von entscheidender Bedeutung sind.

Ziel des rund drei Monate vor der COP28 beginnenden Afrikanischen Klimagipfels ist es, von den Staaten des Kontinents gemeinsam getragene "afrikanische Lösungen" für den Kampf gegen den Klimawandel zu präsentieren, wie Ruto bereits im Vorfeld erklärt hatte. Demnach könnte Afrika bei der Energiewende und dem Ausbau erneuerbarer Energien eine wichtige Rolle übernehmen, bräuchte dafür aber massive Unterstützung der reicheren Nationen.

Ein Erfolg des Gipfels könnte zu einem positives Signal für die COP28 und kommende globale Gipfeltreffen werden: etwa den G20-Gipfel in Indien und die UN-Generaldebatte, die beide im September anstehen.

An den Beratungen in der kenianischen Hauptstadt nehmen neben einer Reihe afrikanischer Staatschefs auch Vertreter anderer Länder sowie zwischenstaatliche, privatwirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Organisationen teil. Erwartet werden auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und UN-Generalsekretär António Guterres.

Deutschland ist durch die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, Bärbel Kofler (SPD), sowie die Staatssekretärin im Auswärtigen Amt und Sonderbeauftragte für internationale Klimapolitik, Jennifer Morgan, vertreten.

A.Graziadei--PV

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