Pallade Veneta - Sturm "Ciaran" erreicht über Frankreich Rekord-Windgeschwindigkeiten - ein Toter

Sturm "Ciaran" erreicht über Frankreich Rekord-Windgeschwindigkeiten - ein Toter


Sturm "Ciaran" erreicht über Frankreich Rekord-Windgeschwindigkeiten - ein Toter
Sturm "Ciaran" erreicht über Frankreich Rekord-Windgeschwindigkeiten - ein Toter / Foto: Sebastien SALOM-GOMIS - AFP

Sturm "Ciaran" ist in der Nacht zum Donnerstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu fast 200 Stundenkilometern über den Nordwesten Frankreichs hinweggefegt und hat für massive Stromausfälle gesorgt. 1,2 Millionen Menschen saßen am Donnerstagmorgen im Dunkeln, darunter 780.000 in der Bretagne, wie der Stromversorger Enedis mitteilte. Im Département Aisne im Norden des Landes wurde nach Angaben der Feuerwehr ein Lastwagenfahrer von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Textgröße ändern:

"Ciaran" habe vor allem im Nordwesten Frankreichs "zahlreiche Schäden am öffentlichen Stromnetz" angerichtet, teilte Enedis mit. Nach Angaben des französischen Wetterdienstes Metéo France erreichte der Sturm im Département Finistère, einer Verwaltungsregion in der Bretagne, in der Nacht teilweise Windgeschwindigkeiten in Rekordhöhen zwischen 170 und über 193 Stundenkilometern.

Aufgrund von zahlreichen umgestürzten Bäumen durch "Ciaran" mussten mehrere Hauptverkehrsachsen in der Region kurzzeitig gesperrt werden, ansonsten wurden keine größeren Schäden gemeldet.

Für die drei französischen Départements Finistère, Côtes-d'Armor und Manche galt ab Mitternacht die höchste Sturm-Alarmstufe rot, für zwei von ihnen werde zudem die höchste Flutwarnstufe ausgerufen. In zahlreichen weiteren Départements galt die zweithöchste Warnstufe.

Auch im Nachbarland Belgien und in Großbritannien warnten die Wetterdienste vor Sturmböen und heftigen Regenfällen.

Am Donnerstag war der regionale Zugverkehr im Westen Frankreichs zunächst unterbrochen, bei Verbindungen der TGV-Hochgeschwindigkeitszüge kam es vereinzelt zu Störungen oder Ausfällen. Auch auf den Straßen kam es zu Behinderungen. Die belgische Bahngesellschaft SNCB strich Verbindungen an die flämische Küste, zudem fuhren die Züge im gesamten Land mit verlangsamter Geschwindigkeit.

Am Donnerstag zog "Ciaran" über Frankreich weiter nach Westen, wo er sich dem französischen Wetterdienst Metéo France zufolge weiter abschwächen wird. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor allem für den Westen Deutschlands und im Mittelgebirge vor Sturmböen.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Rekord-Hitzewelle im Westen der USA - Drohende Überschwemmungen auf Hawaii

Der Westen der USA ist von einer Rekord-Hitzewelle heimgesucht worden, die Experten zufolge mit ziemlicher Sicherheit eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels ist. An vier Orten in der Wüstenregion nahe der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Kalifornien und Arizona wurden am Freitag Extremtemperaturen von 44,4 Grad Celsius gemessen - ein Rekordwert in den USA für den Monat März.

Fehlende Niederschläge: Wasserspeicherung in Deutschland nimmt ab

Trotz des niederschlagsreichen Jahres 2024 nimmt in Deutschland die Wasserspeicherung weiter ab. Zum Jahresende 2025 hatte Deutschland ein Defizit von rund 25 Milliarden Tonnen Wasser im Vergleich zum Mittelwert seit 2002, wie das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam am Freitag mitteilte. Ende 2023 hatte das Defizit erst rund zehn Milliarden Tonnen betragen.

SPD-Vize zum Sondervermögen: Aufholen der Versäumnisse "geht nicht über Nacht"

SPD-Parteivize Wiebke Esdar hat die Kritik an der Verwendung der Mittel aus dem milliardenschweren Sondervermögen zurückgewiesen. Die Studien zweier Wirtschaftsforschungsinstitute "messen ein Jahrzehntsprojekt mit der Stoppuhr", sagte sie am Mittwochmorgen der Nachrichtenagentur AFP. "Marode Brücken, Schienen und Energienetze lassen sich nicht einfach mal zwischen Weihnachten und Ostern reparieren." Derzeit würden gerade Versäumnisse mehrerer Jahrzehnte nachgeholt.

Hohe Öl- und Gaspreise heizen Diskussion über EU-Klimapolitik an

Die hohen Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs haben die Diskussion um die EU-Klimapolitik angeheizt. Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verteidigte bei einem Treffen mit seinen EU-Amtskollegen am Dienstag in Brüssel den europäischen Emissionshandel (ETS), den eine Reihe von Staaten wegen der Kosten für die Industrie abschwächen will. Die EU-Kommission will in den kommenden Monaten Änderungen vorlegen, die aber erst langfristig einen Effekt hätten.

Textgröße ändern: