Pallade Veneta - Sechs Länder wollen auf COP28 Verdreifachung der Atomkraft bis 2050 fordern

Sechs Länder wollen auf COP28 Verdreifachung der Atomkraft bis 2050 fordern


Sechs Länder wollen auf COP28 Verdreifachung der Atomkraft bis 2050 fordern
Sechs Länder wollen auf COP28 Verdreifachung der Atomkraft bis 2050 fordern / Foto: Emmanuel DUNAND - AFP/Archiv

Im Kampf gegen den Klimawandel wollen Frankreich und fünf weitere Länder auf der Weltklimakonferenz in Dubai eine breite Front für die Atomenergie schmieden. Frankreich, Großbritannien, die USA, Schweden, Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen in einer Erklärung auf der COP28 fordern, die Atomkraftkapazitäten bis zum Jahr 2050 zu verdreifachen, teilte das französische Energieministerium am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mit. Für die Initiative sollen demnach Dutzende weitere Länder gewonnen werden.

Textgröße ändern:

Energieministerin Agnès Pannier-Runacher setzt neben erneuerbarer Energien vor allem auf die Atomkraft, um gegen die Klimaerwärmung vorzugehen. Laut ihrem Ministerium wird sie auch auf der COP28 damit werben, "dass wir es ohne den nuklearen Beitrag nicht schaffen werden", die Zielvorgabe des Pariser Klimaabkommens einzuhalten und die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Demnach soll die Erklärung am 2. Dezember und damit kurz nach Beginn der COP28 vorgestellt werden. Sie wird dem Ministerium zufolge ergänzt durch die Aufforderung an die Weltbank und die Entwicklungsbanken, Anstrengungen zur Finanzierung der Kernkraft zu unternehmen, "was sie heute nicht tun".

Die sechs Staaten werden demnach alle Länder, die bereits Atomkraftwerke besitzen oder noch bauen möchten, einladen, sich der Erklärung anzuschließen - mit Ausnahme Russlands und seines Verbündeten Belarus. Dies dürfte "ungefähr 40 Länder" betreffen. "Es ist das erste Mal, dass es bei einer COP starke Botschaften zur Atomkraft geben wird", versicherte das Ministerium.

Mit 56 Reaktoren bei 68 Millionen Einwohnern ist Frankreich weltweit das Land mit den meisten Atomkraftwerken pro Kopf. Es steht an der Spitze einer "Europäischen Atomallianz" aus 16 Ländern.

E.M.Filippelli--PV

Empfohlen

Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

Textgröße ändern: