Pallade Veneta - COP28 stellt Arbeitsfähigkeit von Fonds zu Klimaschäden her

COP28 stellt Arbeitsfähigkeit von Fonds zu Klimaschäden her


COP28 stellt Arbeitsfähigkeit von Fonds zu Klimaschäden her
COP28 stellt Arbeitsfähigkeit von Fonds zu Klimaschäden her / Foto: Giuseppe CACACE - AFP

Die UN-Klimakonferenz (COP28) hat am Donnerstag in Dubai die Arbeitsfähigkeit des Fonds zum Ausgleich von Klimaschäden hergestellt. Dieser soll besonders gefährdeten Staaten bei klimabedingten Schäden und Verlusten (Loss and Damage) helfen. Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate wollen jeweils 100 Millionen US-Dollar (etwa 91 Millionen Euro) beisteuern, wie das Bundesentwicklungsministerium unmittelbar nach dem Beschluss mitteilte.

Textgröße ändern:

"Ich gratuliere den beteiligten Parteien zu dieser historischen Entscheidung", sagte der zuvor in sein Amt gewählte Konferenzpräsident Sultan Ahmed al-Dschaber. Dies bedeute ein "positives Signal an die Welt und für unsere Arbeit" auf der Klimakonferenz.

"Die Weltklimakonferenz in Dubai beginnt mit einem Erfolg und einer wichtigen Weichenstellung", erklärte Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD). Sie sprach von einer "wichtigen Weichenstellung", weil erstmals nicht nur die "klassischen Geberländer", sondern auch weitere Staaten sich beteiligten. "Viele Länder, die vor 30 Jahren noch Entwicklungsländer waren, können es sich inzwischen leisten, ihren Teil der Verantwortung für die weltweiten Klimaschäden zu tragen", betonte Schulze.

Die deutsche Klimabeauftragte Jennifer Morgan hatte vor der Abstimmung ebenfalls den nun beschlossenen Text gelobt. "Wir haben eine gute Beschlussvorlage auf dem Tisch", sagte sie.

"Die COP28 startet mit einem großen Erfolg", erklärte Germanwatch-Expertin Laura Schäfer nach der Entscheidung. "Mit diesem Schritt wird das Vertrauen der Entwicklungsländer gestärkt und so der Weg für eine erfolgreiche COP in anderen Bereichen geebnet", hob sie weiter hervor. Hoffnung auf eine "vertrauensbildende Dynamik" für die Konferenz äußerte auch Jan Kowalzig von Oxfam.

Laut Schulze wird in dem Beschluss "die Geberbasis bewusst offengehalten", aber eben nicht "auf die kleine Gruppe der Länder beschränkt, die 1992 schon Industrieländer waren, als die UN-Klimarahmenkonvention beschlossen wurde". Über die Verwendung der Mittel solle "das Board des neuen Fonds entscheiden, und damit Industrie- und Entwicklungsländer gemeinsam". Dort werde es 14 Sitze für Entwicklungsländer geben zwölf für Industrieländer. Entscheidungen sollen möglichst im Konsens getroffen werden, mindestens aber mit Vier-Fünftel-Mehrheit.

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

Behinderungen durch Schnee und Eisregen - Angespannte Lage in Berlin

Schneefall und Eisregen haben am Donnerstag erneut für Behinderungen und Einschränkungen vor allem im Nordosten Deutschlands gesorgt. In Berlin fielen einzelne U-Bahnen aus, am Hauptstadtflughafen BER waren zwischenzeitliche keine Starts möglich. Die Deutsche Bahn meldete erneut Einschränkungen im Fernverkehr, die Polizei mehrere Glätteunfälle. Meist blieb es aber bei Blechschäden, teils wurden Menschen leicht verletzt.

Wieder Schnee und überfrierender Regen: Behinderungen und Unfälle im Nordwesten

Erneute Schneefälle und überfrierender Regen haben vor allem im Westen und Nordwesten Deutschlands wieder zu Unfällen, Verkehrsbehinderungen und Schulausfällen geführt. In zahlreichen hessischen und niedersächsischen Landkreisen blieben am Mittwoch die Schulen geschlossen, ebenso in Bremen und Bremerhaven. Auf den Straßen kam es zu vielen Unfällen, in Hessen starb ein 51-jähriger Mann. Die Deutsche Bahn meldete Verspätungen und Zugausfälle, etwa zwischen Berlin und Hannover sowie zwischen Köln und Frankfurt am Main.

Null Grad und Frost: Historischer Temperatursturz in Karibikstaat Kuba

Historischer Temperatursturz in der Karibik: In Kuba sind die Temperaturen erstmals in der Geschichte des Landes auf null Grad abgesackt. Eine Wetterstation in der Provinz Matanzas im Norden der tropischen Insel habe einen Wert um den Gefrierpunkt von null Grad aufgezeichnet, teilte der Wetterdienst Insmet am Dienstag im Onlinenetzwerk Facebook mit. Es sei die niedrigste jemals gemessene Temperatur in dem sonnenverwöhnten Karibikstaat.

Unwetterwarnungen in Spanien und Portugal wegen Sturm "Leonardo"

Auf der Iberischen Halbinsel bereiten sich die Menschen auf Starkregen und Überschwemmungen infolge des Sturms "Leonardo" vor. Wegen der erwarteten heftigen Regenfälle und zu erwartenden Hochwassers sprachen die Behörden in Spanien und Portugal Unwetterwarnungen aus. Der spanische Wetterdienst Aemet gab für die Gebiete rund um die südspanischen Städte Cádiz und Ronda in der Region Andalusien für Mittwoch die höchste Warnstufe Rot aus.

Textgröße ändern: