Pallade Veneta - Bittere Kälte in Chinas Erdbebengebiet - Zahl der Toten steigt auf über 130

Bittere Kälte in Chinas Erdbebengebiet - Zahl der Toten steigt auf über 130


Bittere Kälte in Chinas Erdbebengebiet - Zahl der Toten steigt auf über 130
Bittere Kälte in Chinas Erdbebengebiet - Zahl der Toten steigt auf über 130 / Foto: PEDRO PARDO - AFP

Nach dem schweren Erdbeben im Nordwesten Chinas haben viele Überlebende die Nacht bei bitterer Kälte in behelfsmäßigen Zelten verbracht. Die Sorge wächst, dass einige von ihnen die Eiseskälte nicht überleben könnten. Bei dem Beben in der Nacht zum Dienstag waren nach neuen Angaben des staatlichen Fernsehsenders CCTV vom Mittwoch mindestens 131 Menschen in den Provinzen Gansu und Qinghai ums Leben gekommen.

Textgröße ändern:

Fast tausend Menschen erlitten der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge Verletzungen. Zehntausende Gebäude wurden zerstört oder beschädigt.

Die Suche nach möglichen Überlebenden sei inzwischen eingestellt worden, teilte ein Vertreter der Katastrophenschutzbehörde von Gansu am Mittwoch mit. Nun gehe es vor allem darum, die Verletzten zu behandeln und Unterkünfte für die obdachlos gewordenen Bewohner zu finden.

In der Nähe des Epizentrums in dem in Gansu gelegenen Bezirk Jishishan verbrachten zahlreiche Überlebende die Nacht zum Mittwoch in aus Holzstangen und Planen improvisierten Zelten, berichtete ein AFP-Reporter. Einzige Wärmequelle bei Temperaturen von bis zu minus 17 Grad waren Öfen im Freien und Decken, die die Menschen aus ihren zerstörten Häusern holen konnten.

Rettungsteams luden große Bündel mit Hilfsgütern sowie weitere Zelte ab. "Wir sind in unserer Familie zu acht, aber man hat uns nur drei Portionen Instantnudeln gegeben", klagte eine Betroffene.

Das Beben hatte nach chinesischen Angaben eine Stärke von Stärke 6,2, die US-Erdbebenwarte USGS gab sie mit 5,9 an. Das Epizentrum lag rund 100 Kilometer südwestlich von Gansus Provinzhauptstadt Lanzhou und rund 1300 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Peking. Die Behörden warnten, in den kommenden Tagen seien weitere Erschütterungen mit Stärken von mehr als 5,0 möglich.

Das Beben war das tödlichste in China seit 2014, als in der südwestlichen Provinz Yunnan mehr als 600 Menschen starben. Die Volksrepublik wird immer wieder von teils verheerenden Erdbeben erschüttert. 2008 kamen bei einem Beben der Stärke 7,9 in der Provinz Sichuan mehr als 87.000 Menschen ums Leben. Im September 2022 starben bei einem Erdbeben ebenfalls in Sichuan fast hundert Menschen.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

Textgröße ändern: