Pallade Veneta - 48,8 Grad: Europa hat neuen wissenschaftlich bestätigten Temperaturrekord

48,8 Grad: Europa hat neuen wissenschaftlich bestätigten Temperaturrekord


48,8 Grad: Europa hat neuen wissenschaftlich bestätigten Temperaturrekord
48,8 Grad: Europa hat neuen wissenschaftlich bestätigten Temperaturrekord / Foto: Alberto PIZZOLI - AFP

Europa hat einen neuen wissenschaftlich bestätigten Temperaturrekord: 48,8 Grad wurden am 11. August 2021 auf Sizilien gemessen, wie die Weltmeteorologieorganisation (WMO) am Dienstag nach einer langwierigen Überprüfung durch ein internationales Expertengremium bestätigte. Der bisherige Rekord hatte bei 48,0 Grad gelegen und war am 10. Juli 1977 in Athen und Eleusis gemessen worden. Damals hatte die WMO den Rekord ohne ein langwieriges Prüfverfahren anerkannt.

Textgröße ändern:

Der neue Temperaturrekord war laut WMO im Sommer 2021 von einer automatisierten Wetterstation in Syrakus auf Sizilien gemessen worden. Die Messdaten, die Messbedingungen und Messgeräte wurden genauestens untersucht, so dass die Bestätigung des neuen Temperaturrekords für Europa erst zweieinhalb Jahre nach seiner Aufzeichnung erfolgte. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden im Fachblatt "International Journal of Climatology" veröffentlicht.

Europa ist vom Klimawandel stark betroffen. Der neue Temperaturrekord zeige "die alarmierende Tendenz zur Fortsetzung von hohen Temperaturrekorden in bestimmten Regionen der Erde", erklärte der Berichterstatter für Wetter- und Klimaextreme für die WMO, der US-Geograf Randall Cerveny. Es sei "wahrscheinlich, dass sich in der Zukunft noch schwerwiegendere Extreme in Europa ereignen".

E.Magrini--PV

Empfohlen

Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

Textgröße ändern: