Pallade Veneta - Gletscher-Schmelze in Neuseeland hat sich stark beschleunigt

Gletscher-Schmelze in Neuseeland hat sich stark beschleunigt


Gletscher-Schmelze in Neuseeland hat sich stark beschleunigt
Gletscher-Schmelze in Neuseeland hat sich stark beschleunigt / Foto: David GRAY - AFP/Archiv

In Neuseeland hat sich die Gletscher-Schmelze infolge des Klimawandels stark beschleunigt. Von einigen einst gewaltigen Gletschern in den Südalpen auf Neuseelands Südinsel seien nur noch "zertrümmerte und zerstörte" Eisflächen übrig, sagte der Wissenschaftler Andrew Lorrey vom Nationalen Institut für Wasser- und Atmosphärenforschung, der am Montag die Ergebnisse der jährlichen Gletscher-Untersuchung vorstellte.

Textgröße ändern:

Um den Zustand der Gletscher zu überprüfen, fliegen Experten des Instituts seit 50 Jahren einmal im Jahr über die Berge der Südalpen und bestimmen dabei unter anderem die Schneegrenze. Schon seit Jahren beobachten sie einen Anstieg der Schneegrenze und somit ein Abschmelzen der unterhalb dieser Grenze liegenden Gletscher, wie Lorrey erklärte. Zuletzt habe sich dieser Anstieg stark beschleunigt. Einer der südlichsten Gletscher, der zuletzt 2018 überflogen worden sei, habe seitdem ein Drittel seiner Masse verloren.

Der Hauptgrund für die Gletscherschmelze ist die fortschreitende Erderwärmung: Im vergangenen Jahrzehnt hat Neuseeland sieben der zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Doch selbst wenn sich der Temperaturanstieg noch stoppen ließe, wären die meisten Gletscher nicht mehr zu retten: "Selbst wenn es ein paar kühlere Jahre gäbe, würde das nicht ausreichen, um den bereits entstandenen Schaden wiedergutzumachen", sagte Lorrey.

Zu den bekanntesten Gletschern in Neuseeland zählen der Franz-Josef- und der Fox-Gletscher, die sich von den Bergen bis fast zur Küste erstrecken und daher leicht zugänglich sind. Beide Gletscher hätten als Touristenattraktion für Neuseeland "enormen Wert", sagte Lorrey. "Aber ich fürchte, dass unsere Kinder sich nicht mehr an ihnen erfreuen können."

A.Tucciarone--PV

Empfohlen

UNO schlägt Alarm: Die vergangenen elf Jahre waren die heißesten der Geschichte

Die Vereinten Nationen haben zum Weltwettertag Alarm geschlagen: "Das globale Klima befindet sich in einem Notstand", erklärte am Montag UN-Generalsekretär António Guterres. Er verwies auf den zeitgleich veröffentlichten Weltklimabericht, demzufolge die vergangenen elf Jahre die heißesten der Geschichte waren.

Rekord-Hitzewelle im Westen der USA - Drohende Überschwemmungen auf Hawaii

Der Westen der USA ist von einer Rekord-Hitzewelle heimgesucht worden, die Experten zufolge mit ziemlicher Sicherheit eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels ist. An vier Orten in der Wüstenregion nahe der Grenze zwischen den US-Bundesstaaten Kalifornien und Arizona wurden am Freitag Extremtemperaturen von 44,4 Grad Celsius gemessen - ein Rekordwert in den USA für den Monat März.

Fehlende Niederschläge: Wasserspeicherung in Deutschland nimmt ab

Trotz des niederschlagsreichen Jahres 2024 nimmt in Deutschland die Wasserspeicherung weiter ab. Zum Jahresende 2025 hatte Deutschland ein Defizit von rund 25 Milliarden Tonnen Wasser im Vergleich zum Mittelwert seit 2002, wie das Helmholtz-Zentrum für Geoforschung in Potsdam am Freitag mitteilte. Ende 2023 hatte das Defizit erst rund zehn Milliarden Tonnen betragen.

SPD-Vize zum Sondervermögen: Aufholen der Versäumnisse "geht nicht über Nacht"

SPD-Parteivize Wiebke Esdar hat die Kritik an der Verwendung der Mittel aus dem milliardenschweren Sondervermögen zurückgewiesen. Die Studien zweier Wirtschaftsforschungsinstitute "messen ein Jahrzehntsprojekt mit der Stoppuhr", sagte sie am Mittwochmorgen der Nachrichtenagentur AFP. "Marode Brücken, Schienen und Energienetze lassen sich nicht einfach mal zwischen Weihnachten und Ostern reparieren." Derzeit würden gerade Versäumnisse mehrerer Jahrzehnte nachgeholt.

Textgröße ändern: