Pallade Veneta - Antisemitische Parolen bei Demonstration von Fridays for Future in Hannover

Antisemitische Parolen bei Demonstration von Fridays for Future in Hannover


Antisemitische Parolen bei Demonstration von Fridays for Future in Hannover
Antisemitische Parolen bei Demonstration von Fridays for Future in Hannover / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Bei einer Demonstration der Klimaschutzbewegung Fridays for Future in Hannover hat es nach Polizeiangaben antisemitische Äußerungen und Angriffe auf Beamte gegeben. Wie die Polizei in der niedersächsischen Hauptstadt am Dienstag mitteilte, wurden während des Umzugs am Freitag von Teilnehmern und später von einem Redner bei der Abschlusskundgebung "antisemitische Parolen und Aussagen" getätigt. Ermittlungen wegen Volksverhetzung liefen.

Textgröße ändern:

Laut Polizei schritten Einsatzkräfte während der Rede "konsequenterweise" ein und stoppten den Sprecher. Als sie den Verdächtigen von der Bühne holen und kontrollieren wollten, hätten sich bis zu 150 Demonstrationsteilnehmer mit diesem solidarisiert und Beamte bedrängt, hieß es weiter. Es habe "Rangeleien" und "mindestens einen tätlichen Angriff gegen die Polizei" gegeben. Dem verdächtigen Redner sei währenddessen die Flucht gelungen.

Der Verdächtige gehörte den Ermittlern zufolge zu einer Gruppe von etwa 25 Demonstranten, die während des vorangegangenen Protestzugs durch die Innenstadt von Hannover antisemitische Ausrufe getätigt hatten. Die Mitglieder der Gruppe konnten fliehen, bevor Einsatzkräfte sie kontrollieren konnten.

An der Demonstration von Fridays for Future beteiligten sich laut Polizei etwa 1200 Menschen. Sie stand im Zusammenhang mit einem von der Bewegung mit Blick auf die Europawahl am Sonntag ausgerufenen Klimastreik und sollte sich auch gegen Rechtsextremismus wenden. Um welche antisemitischen Parolen und Äußerungen es sich handelte, teilte die Polizei nicht mit.

A.Fallone--PV

Empfohlen

Barmer-Studie: Klimaangst bei Jugendlichen nimmt ab

Der Klimawandel scheint Jugendlichen in Deutschland einer Umfrage zufolge nicht mehr so starke Angst zu bereiten wie noch vor einigen Jahren. Nach am Montag veröffentlichten Daten der Sinus-Jugendstudie der Krankenkasse Barmer haben 31 Prozent der 14- bis 17-Jährigen große Angst vor dem Klimawandel - 2021 waren es noch 39 Prozent.

Kolumbien beschwört bei Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien neue Allianzen

Anlässlich der ersten internationalen Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Energien hat das Gastgeberland Kolumbien zu neuen Allianzen aufgerufen. Länder, die Willens seien, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen, stellten "eine neue Macht" dar, sagte die kolumbianische Umweltministerin Irene Vélez Torres der Nachrichtenagentur AFP. Sie äußerte sich kurz bevor Regierungsvertreter aus mehr als 50 Ländern ab Dienstag zu zweitägigen Gesprächen in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta zusammenkommen.

Petersberger Klimadialog berät über Energiewende und Klimafinanzierung

Zum Petersberger Klimadialog werden ab Dienstagmorgen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 30 Staaten in Berlin erwartet. Die Beratungen dienen der Vorbereitung der nächsten UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, die von der Türkei in Zusammenarbeit mit Australien ausgerichtet wird. Am Mittwoch wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Rahmen des High-Level-Segments des Klimadialogs sprechen.

Petersberger Klimadialog: Verbände fordern von Merz Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Umweltverbände fordern im Vorfeld des internationalen Petersberger Klimadialogs kommende Woche in Berlin ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Abschied von Kohle, Öl und Gas. "Wir erwarten von Bundeskanzler Friedrich Merz, hier Akzente zu setzen", sagte Lutz Weischer von Germanwatch am Donnerstag in Berlin. Gerade die aktuelle Energiekrise aufgrund des Iran-Krieges zeige erneut, wie wichtig es sei, eine Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen.

Textgröße ändern: