Pallade Veneta - Möglicher Zusammenhang mit Hitze: Sterbezahlen im Juli über Mittel der Vorjahre

Möglicher Zusammenhang mit Hitze: Sterbezahlen im Juli über Mittel der Vorjahre


Möglicher Zusammenhang mit Hitze: Sterbezahlen im Juli über Mittel der Vorjahre
Möglicher Zusammenhang mit Hitze: Sterbezahlen im Juli über Mittel der Vorjahre / Foto: RALF HIRSCHBERGER - AFP/Archiv

Im Juli sind in Deutschland nach einer Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes 79.203 Menschen gestorben. Diese Zahl liegt vier Prozent über dem mittleren Wert der Jahre 2020 bis 2023 für diesen Monat, wie das Statistikamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Dass die Sterbefallzahlen im Zusammenhang mit Hitze anstiegen, sei ein bekannter Effekt.

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Im Juli hätten sich die Temperaturen nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in einem Bereich bewegt, in dem ein hitzebedingter Anstieg der Sterbefallzahlen plausibel sei. Auch der Deutsche Wetterdienst habe mehrere Hitzeperioden im Juli festgestellt.

Für den Dienstag sagte der Wetterdienst verbreitet teils extreme Hitze voraus, gebietsweise solle es sehr schwül werden. Auch am Mittwoch solle eine starke, teils extreme Wärmebelastung herrschen.

A.Tucciarone--PV

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Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

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