Pallade Veneta - Relativ warm und wenig Schnee: Deutschland erlebt 14. milden Winter in Folge

Relativ warm und wenig Schnee: Deutschland erlebt 14. milden Winter in Folge


Relativ warm und wenig Schnee: Deutschland erlebt 14. milden Winter in Folge
Relativ warm und wenig Schnee: Deutschland erlebt 14. milden Winter in Folge / Foto: David GANNON - AFP/Archiv

Der Winter in Deutschland ist bereits zum 14. Mal in Folge relativ mild verlaufen. Das geht aus der am Donnerstag vom Deutschen Wetterdienst (DWD) veröffentlichten vorläufigen Bilanz für die Monate Dezember bis Februar hervor. Die Durchschnittstemperatur in diesem Zeitraum lag demnach bei 2,1 Grad. Das waren 1,9 Grad mehr als der Referenzwert der Vergleichsperiode von 1961 bis 1990.

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Trotz "einzelner markanter Frosteinbrüche" hätten insgesamt milde Temperaturen dominiert, erklärte der Wetterdienst. Außerdem gab es demnach wenig Niederschlag und insbesondere in der zweiten Winterhälfte viel Sonnenschein. Eine Schneedecke habe es zumeist lediglich in höheren Lagen gegeben, erklärte der DWD in Offenbach.

Die Gesamtmenge der Niederschläge pro Quadratmeter lag den Angaben zufolge im bundesweiten Schnitt bei 155 Litern, was nur etwa 86 Prozent des Referenzwerts der Vergleichsperiode entspreche. Damit sei der Winter insgesamt "deutlich zu trocken" gewesen.

Bayern war mit einem Temperaturmittel von 0,9 Grad in den Monaten Dezember bis Februar laut DWD das kälteste Bundesland, der Stadtstaat Bremen mit einem Durchschnittswert von 3,6 Grad das wärmste. Insgesamt befand sich der Norden Deutschlands im Winter häufig unter Warmlufteinfluss. Auch Schleswig-Holstein mit 3,4 Grad, Hamburg mit 3,3 Grad sowie Niedersachsen mit 3,1 Grad meldeten relativ hohe Durchschnittstemperaturen.

Die bundesweite tiefste Winterttemperatur wurde am 18. Februar mit minus 19,7 Grad im sächsischen Erzgebirgsort Deutschneudorf-Brüderwiese während eines Kälteeinbruchs mit strengen Nachtfrösten erreicht. Ein Höchstwert von 18,9 Grad wurde am 21. Februar im baden-württembergischen Metzingen am Nordrand der Schwäbischen Alb gemessen. Dieser Wert wurde dem DWD zufolge zudem unabhängig am 21. Januar im bayerischen Bad Kohlgrub bei Föhnbedingungen registriert.

Die Sonnenscheindauer lag in den Wintermonaten mit 194 Stunden um 27 Prozent über dem Mittel der Referenzperiode von 1961 bis 1990, die für wissenschaftliche Vergleiche herangezogen wird. Auch hier gab es deutliche regionale Unterschiede: In den Höhenlagen im Süden wurden teils mehr als 300 Sonnenstunden gemessen, an den Küsten und im äußersten Norden waren es bisweilen weniger als 150 Stunden.

R.Lagomarsino--PV

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