Pallade Veneta - Weite Teile Spaniens leiden weiter unter Hitzewelle

Weite Teile Spaniens leiden weiter unter Hitzewelle


Weite Teile Spaniens leiden weiter unter Hitzewelle
Weite Teile Spaniens leiden weiter unter Hitzewelle / Foto: CRISTINA QUICLER - AFP

In Spanien haben die Menschen den fünften Tag in Folge unter einer Hitzewelle gelitten. In Teilen des Landes sollten die Temperaturen am Mittwoch die 40-Grad-Marke überschreiten. Für neun der 17 Regionen des Landes galt die zweithöchste Hitze-Alarmstufe orange, wie die spanische Meteorologiebehörde Aemet mitteilte.

Textgröße ändern:

Für die Stadt Badajoz im Südwesten des Landes waren 41 Grad vorhergesagt, im andalusischen Sevilla wurden immerhin 40 Grad erwartet und in der Hauptstadt Madrid 39 Grad. Die Behörden empfahlen den Menschen, viel Wasser zu trinken, körperliche Aktivitäten einzuschränken und sich möglichst an kühlen Orten aufzuhalten.

Während der aktuellen Hitzewelle, der zweiten in weniger als einem Monat, sind die Temperaturen zwischen sieben und zwölf Grad höher als in dieser Jahreszeit üblich, wie Aemet-Sprecher Ruben del Campo sagte. "Das ist eine sehr ungewöhnliche Lage. Diese Temperaturen sind nicht normal für Mitte Juni", hob der Sprecher hervor.

Für das Wochenende wurde mit einer leichten Abkühlung in Spanien gerechnet. Die heißen Luftmassen sollten dann in den Südwesten Frankreichs ziehen. Dort sollen die Temperaturen laut Wetterdienst Météo France ebenfalls die 40-Grad-Marke überschreiten.

In Deutschland wird laut Deutschem Wetterdienst am Wochenende vielerorts die 30-Grad-Marke geknackt, im Westen und Südwesten werden demnach sogar bis zu 37 Grad erreicht.

Spanien war bereits Ende Mai von einer Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 15 Grad über dem saisonalen Durchschnitt heimgesucht worden. Wissenschaftlern zufolge werden Hitzewellen durch den Klimawandel wahrscheinlicher. Im Zuge der Erderwärmung ist außerdem damit zu rechnen, dass sie intensiver und langwieriger werden.

M.Romero--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: