Pallade Veneta - Erste Hitzewelle des Jahres könnte tropische Nächte und neue Rekordwerte bringen

Erste Hitzewelle des Jahres könnte tropische Nächte und neue Rekordwerte bringen


Erste Hitzewelle des Jahres könnte tropische Nächte und neue Rekordwerte bringen
Erste Hitzewelle des Jahres könnte tropische Nächte und neue Rekordwerte bringen / Foto: SEBASTIEN BOZON - AFP/Archiv

In der ersten Hitzewelle dieses Sommers erwarten Meteorologen örtlich tropische Nächte und möglicherweise neue Rekordtemperaturen. Am Samstag könnte der Rekord für die zweite Junidekade "wackeln", für die der bisherige Topwert von 38,3 Grad Celsius am 18. Juni 2002 im nordrhein-westfälischen Herten erreicht wurde, wie Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag berichtete. Im Südwesten sei dieser Temperaturwert "lokal in Reichweite".

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Allerdings könnte Saharastaub, der mit der heißen Luft von Südwesten her nach Deutschland kommt, noch einen Strich durch die Rechnung machen. Nach einem heißen Samstag geht es dann laut DWD auch vielerorts in eine warme, örtlich tropische Nacht mit Tiefstwerten nicht unter 20 Grad, welche die Wärmebelastung noch steigert.

Für die Hitzewelle ist demnach das Hoch "Efim" verantwortlich. Am Samstag sind außer in Richtung Küste fast landesweit mehr als 30 Grad zu erwarten. Am Sonntag bleibt es zum Teil weiter heiß - in der Mitte und im Südosten wird mit 30 bis 37 Grad gerechnet.

Abkühlung verspricht dann Tief "Ophelia", das mit einem weiteren Tief über Frankreich langsam eine Kaltfront mit teils kräftigen Regenfällen von Nordwesten her bis in die Mitte Deutschlands drückt. Hinter der Front ist es, etwa nordwestlich einer Linie vom Rheinland über die Lüneburger Heide bis nach Vorpommern, mit Höchsttemperaturen von 17 bis 27 Grad dann bereits spürbar kühler.

Bis zum Montag arbeitet sich die Kaltfront noch etwas weiter in den Süden voran, so dass nur noch ganz im Süden bei Höchsttemperaturen von 27 bis 33 Grad zum Teil mit Hitze zu rechnen ist. Vorerst ist dann laut DWD keine weitere Hitze zu erwarten.

B.Cretella--PV

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Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

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