Pallade Veneta - Klimaaktivisten bemalen Fregatte der Marine: Polizeieinsatz bei Kieler Woche

Klimaaktivisten bemalen Fregatte der Marine: Polizeieinsatz bei Kieler Woche


Klimaaktivisten bemalen Fregatte der Marine: Polizeieinsatz bei Kieler Woche
Klimaaktivisten bemalen Fregatte der Marine: Polizeieinsatz bei Kieler Woche / Foto: FOCKE STRANGMANN - AFP/Archiv

Klimaaktivisten haben während der Kieler Woche eine Fregatte der Bundeswehr mit Sprühkreide bemalt. Wie die Polizei in der schleswig-holsteinischen Hauptstadt am Sonntag mitteilte, drangen sie am Samstag mit mehreren kleinen Booten über das Wasser in den Marinestützpunkt Kiel-Wik ein. Polizisten nahmen sie vorläufig fest, beschlagnahmten Boote und leiteten Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten ein. Eine Gruppe namens "No Peace. No Climate Justice" bekannte sich zu der Aktion.

Textgröße ändern:

Wie die Gruppe in einer über das Internet verbreiteten Erklärung mitteilte, nutzte sie dafür Kanus und Kajaks und wollte gegen "Militarisierung und Aufrüstung" sowie für "Klimagerechtigkeit" protestieren. Dabei sei die Fregatte "Bayern" mit "auffälliger Farbe" markiert worden. Weitere Aktivisten besetzten den Angaben zufolge Bäume vor dem Marinestützpunkt.

Die Kieler Woche ist ein großes jährliches Volksfest entlang der Förde in Kiel, das ursprünglich auf eine Segelregatta zurückgeht und traditionell einen großen maritimen Anteil hat. Auch Marineschiffe beteiligen sich am Rahmenprogramm, die deutsche Marine betreibt einen wichtigen Stützpunkt im Stadtteil Wik. Dort können während der Kieler Woche unter anderem Schiffe besichtigt werden. Auch ausländische Marineschiffe kommen dafür zu Besuch.

Nach Polizeiangaben kamen die Aktivisten nach den polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Sie erhielten Platzverweise für die Kieler Woche. Angaben zur Anzahl der Protestierenden machten weder die Beamten noch die Gruppe selbst.

A.Graziadei--PV

Empfohlen

Barmer-Studie: Klimaangst bei Jugendlichen nimmt ab

Der Klimawandel scheint Jugendlichen in Deutschland einer Umfrage zufolge nicht mehr so starke Angst zu bereiten wie noch vor einigen Jahren. Nach am Montag veröffentlichten Daten der Sinus-Jugendstudie der Krankenkasse Barmer haben 31 Prozent der 14- bis 17-Jährigen große Angst vor dem Klimawandel - 2021 waren es noch 39 Prozent.

Kolumbien beschwört bei Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien neue Allianzen

Anlässlich der ersten internationalen Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Energien hat das Gastgeberland Kolumbien zu neuen Allianzen aufgerufen. Länder, die Willens seien, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen, stellten "eine neue Macht" dar, sagte die kolumbianische Umweltministerin Irene Vélez Torres der Nachrichtenagentur AFP. Sie äußerte sich kurz bevor Regierungsvertreter aus mehr als 50 Ländern ab Dienstag zu zweitägigen Gesprächen in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta zusammenkommen.

Petersberger Klimadialog berät über Energiewende und Klimafinanzierung

Zum Petersberger Klimadialog werden ab Dienstagmorgen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 30 Staaten in Berlin erwartet. Die Beratungen dienen der Vorbereitung der nächsten UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, die von der Türkei in Zusammenarbeit mit Australien ausgerichtet wird. Am Mittwoch wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Rahmen des High-Level-Segments des Klimadialogs sprechen.

Petersberger Klimadialog: Verbände fordern von Merz Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Umweltverbände fordern im Vorfeld des internationalen Petersberger Klimadialogs kommende Woche in Berlin ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Abschied von Kohle, Öl und Gas. "Wir erwarten von Bundeskanzler Friedrich Merz, hier Akzente zu setzen", sagte Lutz Weischer von Germanwatch am Donnerstag in Berlin. Gerade die aktuelle Energiekrise aufgrund des Iran-Krieges zeige erneut, wie wichtig es sei, eine Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen.

Textgröße ändern: