Pallade Veneta - Trotz Sommerepisode und Kälteeinbruch: Herbstwetter war insgesamt mild

Trotz Sommerepisode und Kälteeinbruch: Herbstwetter war insgesamt mild


Trotz Sommerepisode und Kälteeinbruch: Herbstwetter war insgesamt mild
Trotz Sommerepisode und Kälteeinbruch: Herbstwetter war insgesamt mild / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Sommerliche Temperaturen und ein Kälteeinbruch zum Schluss: Trotz einiger für die Jahreszeit eher unüblicher Ausreißer zeigte sich der Herbst in Deutschland insgesamt mild. Auch fielen die Herbstmonate insgesamt etwas nasser aus als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Freitag nach einer ersten Auswertung der Daten seiner rund 2000 Messstationen mitteilte.

Textgröße ändern:

Die Durchschnittstemperatur erreichte demnach 9,7 Grad Celsius und lag damit 0,9 Grad über dem Referenzwert der Jahre 1961 bis 1990 sowie 0,4 Grad über dem Mittelwert der Jahre 1991 bis 2020.

Ein Spitzenwert wurde mit spätsommerlichen 32,6 Grad Celsius am 20. September im Harzvorland und zwar in Pabstorf in Sachsen-Anhalt gemessen. Mit eisigen minus 18,5 Grad Celsius erreichte am 23. November Oberstdorf im bayerischen Landkreis Oberallgäu den tiefsten Wert. Grund dafür war ein für die Jahreszeit ungewöhnlich markanter Kaltlufteinbruch, der die Mitteltemperatur in weiten Teilen Deutschlands kurzzeitig auf ein eher für Januar übliches Niveau drückte.

Der Niederschlag lag im Herbst über dem Soll - vor allem in der Westhälfte Deutschlands regnete es mehr als üblich. Mit 204 Litern pro Quadratmeter lag die Niederschlagsmenge insgesamt etwa elf Prozent über dem Referenzwert der Jahre 1961 bis 1990 und etwa sieben Prozent über der Vergleichsperiode 1991 bis 2020.

Am 8. September erreichte Mönchengladbach-Hilderath in Nordrhein-Westfalen mit 118,7 Litern pro Quadratmeter den bundesweit höchsten Tageswert an Niederschlägen. Deutlich trockener blieb der Osten. So meldete Berlin mit 120 Litern pro Quadratmeter die geringsten Niederschläge.

Die Sonnenscheindauer bewegte sich in diesem Herbst mit rund 300 Stunden im üblichen Bereich, wobei es im Nordosten und auf den Gipfellagen im Süden mit Spitzenwerten von rund 400 Stunden besonders sonnig war. Trüber war es dagegen in der Mitte - vielerorts schien die Sonne dort nur 200 bis 250 Stunden.

A.Rispoli--PV

Empfohlen

Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

Textgröße ändern: