Pallade Veneta - Viele Verkehrsunfälle auf glatten Straßen vor allem in Nordhälfte Deutschlands

Viele Verkehrsunfälle auf glatten Straßen vor allem in Nordhälfte Deutschlands


Viele Verkehrsunfälle auf glatten Straßen vor allem in Nordhälfte Deutschlands
Viele Verkehrsunfälle auf glatten Straßen vor allem in Nordhälfte Deutschlands / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Auf eisglatten Straßen sind in Deutschland, vor allem in Nordrhein-Westfalen und im Norden, viele Verkehrsunfälle passiert. Dabei wurden mehrere Menschen verletzt, wie die Polizeibehörden mitteilten. In der Region Rinteln im südlichen Niedersachsen kam es zu so vielen Unfällen, dass die Polizei gar nicht alle Unfallstellen anfahren konnte.

Textgröße ändern:

Es gab dort nur Blechschäden, Menschen wurden nicht verletzt, wie die Polizei in Nienburg mitteilte. Innerhalb von vier Stunden nahmen die Beamten am Samstag auf, dass neun Fahrzeuge, ein Verkehrszeichen und eine Mauer beschädigt wurden.

Im nordrhein-westfälischen Kreis Lippe sprach die Polizei von einer "Unfallhäufung". Sie registrierte mehr als 50 Unfälle auf den nach Nieselregen überfrorenen glatten Straßen. In zehn Fällen seien Menschen leicht verletzt worden.

Im Kreis Minden-Lübbecke registrierte die Leitstelle am Samstag insgesamt 16 Unfälle aufgrund der Witterungsverhältnisse. Bei einem Unfall auf der Bundesstraße 482 in Porta Westfalica gab es demnach eine Leichtverletzte.

In Beckum im Münsterland stürzte eine 62 Jahre alte Radfahrerin, vermutlich wegen der glatten Fahrbahn, wie die Polizei in Warendorf erklärte. Sie wurde schwer verletzt von Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht.

Im Oberbergischen Kreis wurden bei mehreren Verkehrsunfällen insgesamt sieben Menschen leicht verletzt. In drei Fällen überschlug sich nach Polizeiangaben ein Auto. Ein 25-Jähriger, der gegen ein stehendes Auto geprallt war, musste nach einem positiven Drogenvortest seinen Führerschein und eine Blutprobe abgeben.

Auch im Kreis Soest wurden mehrere glättebedingte Unfälle aufgenommen. Nach Polizeiangaben wurde in den meisten Fällen niemand verletzt. In Soest, Werl und Wickede stürzten aber drei Menschen auf glatten Wegen und verletzten sich leicht. Leichtverletzte und Blechschäden gab es auch bei einer ganzen Reihe von Unfällen in den Landkreisen Uelzen und Celle.

Die Polizei in Rostock meldete insgesamt elf Glätteunfälle aus dem westlichen Teil Mecklenburgs, bei denen aber niemand verletzt wurde. Auch in Brandenburg passierten viele Unfälle, meist ohne Verletzte. Auch im hessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg war es glatt auf den Straßen. Zwei junge Männer wurden schwer verletzt, als sie mit ihrem Auto von der Straße abkamen und sich mehrmals überschlugen.

Vereinzelt kam es auch im Süden zu Glätteunfällen. Im baden-württembergischen Öhringen verlor ein 20-Jähriger auf einer Brücke die Kontrolle über sein Auto und stieß gegen das Brückengeländer, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Er und seine Beifahrerin seien leicht verletzt worden.

In der Nähe der südhessischen Stadt Neckarsteinach wurde ein 16-jähriger Beifahrer bei einem Unfall auf teils glatter Straße leicht verletzt. Die 18 Jahre alte Fahrerin kam der Polizei zufolge bei einem Überholmanöver von der Fahrbahn ab. Die Polizei sucht nach Zeugenhinweisen, weil das überholte Fahrzeug nicht anhielt sondern weiterfuhr.

Am Sonntag gab es weiter verbreitet Glättegefahr in der Mitte und im Norden, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Vom Erzgebirge bis zum Thüringer und Oberpfälzer Wald herrsche Frost, gebietsweise auch im Süden sowie in Nordhessen, Westfalen und Niedersachsen. Dort könne es auch neblig werden. Für die Ostseeküste sagte der Wetterdienst Sturm- und Windböen voraus.

D.Vanacore--PV

Empfohlen

Barmer-Studie: Klimaangst bei Jugendlichen nimmt ab

Der Klimawandel scheint Jugendlichen in Deutschland einer Umfrage zufolge nicht mehr so starke Angst zu bereiten wie noch vor einigen Jahren. Nach am Montag veröffentlichten Daten der Sinus-Jugendstudie der Krankenkasse Barmer haben 31 Prozent der 14- bis 17-Jährigen große Angst vor dem Klimawandel - 2021 waren es noch 39 Prozent.

Kolumbien beschwört bei Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien neue Allianzen

Anlässlich der ersten internationalen Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Energien hat das Gastgeberland Kolumbien zu neuen Allianzen aufgerufen. Länder, die Willens seien, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen, stellten "eine neue Macht" dar, sagte die kolumbianische Umweltministerin Irene Vélez Torres der Nachrichtenagentur AFP. Sie äußerte sich kurz bevor Regierungsvertreter aus mehr als 50 Ländern ab Dienstag zu zweitägigen Gesprächen in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta zusammenkommen.

Petersberger Klimadialog berät über Energiewende und Klimafinanzierung

Zum Petersberger Klimadialog werden ab Dienstagmorgen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 30 Staaten in Berlin erwartet. Die Beratungen dienen der Vorbereitung der nächsten UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, die von der Türkei in Zusammenarbeit mit Australien ausgerichtet wird. Am Mittwoch wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Rahmen des High-Level-Segments des Klimadialogs sprechen.

Petersberger Klimadialog: Verbände fordern von Merz Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Umweltverbände fordern im Vorfeld des internationalen Petersberger Klimadialogs kommende Woche in Berlin ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Abschied von Kohle, Öl und Gas. "Wir erwarten von Bundeskanzler Friedrich Merz, hier Akzente zu setzen", sagte Lutz Weischer von Germanwatch am Donnerstag in Berlin. Gerade die aktuelle Energiekrise aufgrund des Iran-Krieges zeige erneut, wie wichtig es sei, eine Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen.

Textgröße ändern: