Pallade Veneta - "Extrem gefährlicher" Waldbrand in Kalifornien erst zu 16 Prozent eingedämmt

"Extrem gefährlicher" Waldbrand in Kalifornien erst zu 16 Prozent eingedämmt


"Extrem gefährlicher" Waldbrand in Kalifornien erst zu 16 Prozent eingedämmt
"Extrem gefährlicher" Waldbrand in Kalifornien erst zu 16 Prozent eingedämmt / Foto: DAVID MCNEW - AFP

Knapp 3000 Feuerwehrleute kämpfen im US-Bundesstaat Kalifornien weiterhin gegen einen verheerenden Waldbrand in der Nähe des Yosemite-Nationalparks. Auch Tage nach Ausbruch des Feuers waren nach Angaben der Feuerwehr erst 16 Prozent eingedämmt. Am späten Montagabend breiteten sich die Flammen demnach aber deutlich langsamer aus als bisher.

Textgröße ändern:

Das "Oak Fire" war am Freitag im Mariposa County nahe dem Nationalpark mit seinen berühmten Sequoia-Mammutbäumen ausgebrochen. Bislang wurden fast 7000 Hektar und 55 Gebäude zerstört, tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

Tausende Feuerwehrleute arbeiteten weiter "unter Hochdruck", teilte die kalifornische Forst- und Brandschutzbehörde Cal Fire mit. Unterstützt würden sie dabei von Planierraupen und rund zwei Dutzend Löschhubschraubern. Der Behörde zufolge handelt es sich um das bislang zerstörerischste Feuer der diesjährigen Brandsaison.

Feuerwehrsprecher Jon Heggie bezeichnete das "Oak Fire" als einen der typischen Brände in der Region der vergangenen Jahre. Die Flammen breiteten sich mit derart "beispielloser" Geschwindigkeit aus, dass sie für die dortigen Bewohner wie auch für die Feuerwehr "extrem gefährlich" seien, sagte Heggie dem Sender CNN. Für Evakuierungen bleibe nur wenig Zeit.

Die Region leidet unter Hitze und akutem Wassermangel, abgestorbene Bäume und verdorrte Büsche bieten den Flammen Nahrung. "Das ist eine direkte Folge des Klimawandels", sagte Heggie. "Man kann nicht zehn Jahre lang Dürre in Kalifornien haben und erwarten, dass alles so bleibt wie es ist."

Der unter einer anhaltenden Dürre leidende Westen der USA hat in den vergangenen Jahren Waldbrände von außergewöhnlichem Ausmaß und hoher Intensität erlebt. Gleichzeitig zieht sich die Brandsaison immer länger hin.

L.Barone--PV

Empfohlen

Barmer-Studie: Klimaangst bei Jugendlichen nimmt ab

Der Klimawandel scheint Jugendlichen in Deutschland einer Umfrage zufolge nicht mehr so starke Angst zu bereiten wie noch vor einigen Jahren. Nach am Montag veröffentlichten Daten der Sinus-Jugendstudie der Krankenkasse Barmer haben 31 Prozent der 14- bis 17-Jährigen große Angst vor dem Klimawandel - 2021 waren es noch 39 Prozent.

Kolumbien beschwört bei Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien neue Allianzen

Anlässlich der ersten internationalen Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Energien hat das Gastgeberland Kolumbien zu neuen Allianzen aufgerufen. Länder, die Willens seien, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen, stellten "eine neue Macht" dar, sagte die kolumbianische Umweltministerin Irene Vélez Torres der Nachrichtenagentur AFP. Sie äußerte sich kurz bevor Regierungsvertreter aus mehr als 50 Ländern ab Dienstag zu zweitägigen Gesprächen in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta zusammenkommen.

Petersberger Klimadialog berät über Energiewende und Klimafinanzierung

Zum Petersberger Klimadialog werden ab Dienstagmorgen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 30 Staaten in Berlin erwartet. Die Beratungen dienen der Vorbereitung der nächsten UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, die von der Türkei in Zusammenarbeit mit Australien ausgerichtet wird. Am Mittwoch wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Rahmen des High-Level-Segments des Klimadialogs sprechen.

Petersberger Klimadialog: Verbände fordern von Merz Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Umweltverbände fordern im Vorfeld des internationalen Petersberger Klimadialogs kommende Woche in Berlin ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Abschied von Kohle, Öl und Gas. "Wir erwarten von Bundeskanzler Friedrich Merz, hier Akzente zu setzen", sagte Lutz Weischer von Germanwatch am Donnerstag in Berlin. Gerade die aktuelle Energiekrise aufgrund des Iran-Krieges zeige erneut, wie wichtig es sei, eine Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen.

Textgröße ändern: