Pallade Veneta - ADAC warnt vor zusätzlichen Milliardenkosten durch Winterschäden an Straßen

ADAC warnt vor zusätzlichen Milliardenkosten durch Winterschäden an Straßen


ADAC warnt vor zusätzlichen Milliardenkosten durch Winterschäden an Straßen
ADAC warnt vor zusätzlichen Milliardenkosten durch Winterschäden an Straßen / Foto: DANIEL REINHARDT - AFP/Archiv

Der Automobilclub ADAC rechnet mit zusätzlichen Milliardenschäden an deutschen Straßen durch die wiederkehrenden Wintereinbrüche. Vor allem der häufige Wechsel von Plus- und Minusgraden während der vorangegangenen Wochen schädige Fahrbahnen und lasse neue Schlaglöcher entstehen, erklärte der ADAC am Sonntag in München. Die Winterschäden seien nach seiner Einschätzung größer als in den vorigen Jahren und könnten "in die Milliarden gehen". Insbesondere kommunale Straßen seien betroffen.

Textgröße ändern:

Der ADAC verwies zugleich auf einen Studie des Deutschen Instituts für Urbanistik aus dem Jahr 2023, das den Finanzbedarf für Sanierung und Neubau kommunaler Straßen auf rund 283 Milliarden Euro bezifferte. Ein Drittel aller kommunalen Straßen wies demnach bereits damals größere Schäden auf. "Klar ist: Der diesjährige Winter dürfte die finanzielle Situation noch zusätzlich verschärfen", erklärte der Automobilclub.

Für die Infrastruktur sind um den Gefrierpunkt schwankende Temperaturen laut ADAC-Angaben problematischer als längerer Frostphasen. Regen- und Schmelzwasser dringen durch Risse ein und dehnen sich bei Minusgraden aus, wodurch sie den Asphalt aufsprengen. Es bilden sich Hohlräume, die durch die Verkehrsbelastung eingedrückt werden und Schlaglöcher bilden.

Dem Autombilclub zufolge kostet allein die provisorische Reparatur eines einzigen Schlaglochs etwa mit Kaltasphalt bis zu 200 Euro. Zur nachhaltigen Schadensbehebung und Qualitätssicherung sei aber "ein systematisches Erhaltungsmanagement" nötig, betonte dieser weiter.

Deutschland erlebt in diesem Jahr nach mehreren vergleichsweise milden Jahren einen ausgeprägteren Winter. Weite Teile des Landes befanden sich zeitweise schon im Griff von Schnee, Eis und gefrierendem Regen. Mehrfach spitzte sich die Lage dabei regional unwetterartig zu, es gab wiederholt erhebliche Verkehrsprobleme und immer wieder viele Unfälle.

F.M.Ferrentino--PV

Empfohlen

Copernicus: Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor

Der Sommer in Europa war so heiß und trocken wie nie zuvor. Wie der EU-Klimadienst Copernicus am Freitag mitteilte, kletterten in mehr als der Hälfte Westeuropas die Temperaturen an 17 Tagen auf über 30 Grad. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden nur sieben solcher extremen Hitzetage gezählt, beim bisherigen Rekord im Jahr 2003 waren es elf Tage.

"Katastrophales Jahr": Schweizer Gletscher verloren 2026 mehr als fünf Prozent Eis

Die Hitzewelle in Europa und ein schneearmer Winter haben den Gletschern in der Schweiz laut einer Studie in diesem Jahr massiv zugesetzt - und damit die anhaltende Gletscherschmelze weiter vorangetrieben. Die Gletscher in der Alpenrepublik verloren in diesem Jahr 5,5 Prozent ihrer Masse, wie das Schweizerische Gletschermessnetz Glamos am Donnerstag mitteilte. Das Jahr 2026 verzeichnete demnach den zweitstärksten Gletscherschwund seit Beginn der Aufzeichnungen.

Deutscher Wetterdienst: September außergewöhnlich warm und sonnig

Nach dem Hitzesommer ist auch der September außergewöhnlich warm und sonnig ausgefallen. Vor allem das Monatsende war deutlich wärmer als üblich, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Sommerliche Temperaturen wechselten sich mit herbstlich frischen Nächten und Tagen ab. Insgesamt war der erste Herbstmonat im Jahr 2026 ungewöhnlich warm und vor allem im Süden außergewöhnlich sonnig.

Bilger will mit Ländern weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw prüfen

Mit Blick auf die sinkenden Pegelstände an deutschen Flüssen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) weitere Ausnahmen vom Sonntagsfahrverbot für Lkw angekündigt. "Die Lage ist weiterhin sehr angespannt. Es hat erneut zu wenig geregnet, und die Wasserstände sind weiterhin sehr niedrig", sagte der CDU-Politiker dem "Kölner Stadt-Anzeiger" von Dienstag. Zusammen mit seinen Länderkollegen prüfe er, wie sich über September hinaus die notwendige Flexibilität für die Unternehmen sicherstellen lasse.

Textgröße ändern: