Pallade Veneta - Schneller und präziser Wetter vorhersagen: KI verbessert DWD-Prognosen

Schneller und präziser Wetter vorhersagen: KI verbessert DWD-Prognosen


Schneller und präziser Wetter vorhersagen: KI verbessert DWD-Prognosen
Schneller und präziser Wetter vorhersagen: KI verbessert DWD-Prognosen / Foto: Daniel ROLAND - AFP/Archiv

Die Wettervorhersagen des Deutschen Wetterdiensts (DWD) werden mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) künftig schneller und präziser. Ein neues Vorhersagemodell namens Aicon verbessert vor allem die Prognosen von Temperatur, Wind und Niederschlag, wie der DWD am Montag in Offenbach mitteilte.

Textgröße ändern:

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) erklärte, das neue KI-basierte Vorhersagemodell sei ein "echter Meilenstein". "Aicon liefert Prognosen im Dreistundentakt – das ist doppelt so häufig im Vergleich zu anderen globalen Wettervorhersagemodellen", betonte Schnieder zum Start des Systems in Offenbach. Das schaffe zum Beispiel bei Unwettern oder Starkregen wertvolle Zeit für Schutzmaßnahmen.

Künftig sollen unter anderem auch KI-gestützte Vorhersagen zur Temperatur von Straßenbelag möglich sein. Dies soll im Winter zu mehr Sicherheit auf den Autobahnen beitragen.

Das Vorhersagemodell basiert demnach auf einem DWD-eigenen Datensatz, für den 15 Jahre Wetter auf der ganzen Erde in 13 Kilometern räumlicher Auflösung und dreistündigem zeitlichen Raster mit dem bereits etablierten Vorhersagesystem analysiert wurden. Da die KI mehr Rechenkapazitäten benötigt, stellte das Bundesverkehrsministerium Investitionsmittel für einen neuen Hochleistungsrechner bereit.

Der DWD ist einer von 15 globalen Knotenpunkten im internationalen Datenaustausch der Wetterdienste. Insgesamt gehen täglich große Datenmengen zum Zustand der Atmosphäre in Offenbach ein.

O.Merendino--PV

Empfohlen

Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

Textgröße ändern: