Pallade Veneta - UN-Klimachef: Hitzewelle ist "brutale Erinnerung" an Klimawandel

UN-Klimachef: Hitzewelle ist "brutale Erinnerung" an Klimawandel


UN-Klimachef: Hitzewelle ist "brutale Erinnerung" an Klimawandel
UN-Klimachef: Hitzewelle ist "brutale Erinnerung" an Klimawandel / Foto: Loic VENANCE - AFP

Die aktuelle frühsommerliche Hitzewelle in Westeuropa ist nach den Worten des UN-Klimachefs Simon Stiell ein Warnsignal. Die für Mai extrem hohen Temperaturen seien "eine brutale Erinnerung an die sich verschärfenden Folgen der Klimakrise", erklärte Stiell am Mittwoch. Wissenschaftliche Studien zeigten eindeutig, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel zu häufigeren und extremeren Hitzewellen führe.

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Hauptverantwortlich dafür seien der Verbrauch fossiler Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas sowie die Zerstörung der Wälder. Der Iran-Krieg mache die "enormen Kosten der Abhängigkeit vom Import fossiler Energien" noch deutlicher. "Die Lösung ist klar: ein schnellerer Übergang zu sauberen Energien", betonte Stiell. Zudem müsse wesentlich mehr in eine Stärkung der Resilienz gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels investiert werden.

In Frankreich dauerte die Hitzewelle am Mittwoch weiter an, in 13 Départements galt die zweithöchste Hitzewarnstufe. Der Wetterdienst sagte Höchsttemperaturen von bis zu 39 Grad voraus. Bereits in den Vortagen waren historische Hitzerekorde für den Monat Mai gebrochen worden. Auch in Großbritannien waren seit Wochenbeginn neue Mai-Hitzerekorde verzeichnet worden.

J.Lubrano--PV

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Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

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