Pallade Veneta - Wetterbilanz: Frühjahr in Deutschland war eines der mildesten seit Messbeginn

Wetterbilanz: Frühjahr in Deutschland war eines der mildesten seit Messbeginn


Wetterbilanz: Frühjahr in Deutschland war eines der mildesten seit Messbeginn
Wetterbilanz: Frühjahr in Deutschland war eines der mildesten seit Messbeginn / Foto: John Macdougall - AFP/Archiv

Deutschland hat in diesem Jahr eines der zehn mildesten Frühjahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor 145 Jahren erlebt. Die durchschnittliche Temperatur lag in den Monaten März, April und Mai bei 9,9 Grad Celsius und damit 2,2 Grad über dem Wert der sogenannten Referenzperiode zwischen 1961 und 1990, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach unter Berufung auf eine vorläufige Auswertung mitteilte.

Textgröße ändern:

Vor allem das warme Maiende schraubte die Gesamtbilanz nach oben, daran konnten laut DWD auch einzelne Kälterückfälle Ende März und um die Eisheiligen wenig ändern. Den bundesweiten Tiefstwert erlebte das bayerische Oberstdorf am 28. März mit minus 15,5 Grad Celsius, während der voraussichtliche Höchstwert am 30. Mai mit rund 34 Grad Celsius im baden-württembergischen Oberrheingraben erwartet wurde.

Laut DWD war das Frühjahr auch wieder deutlich zu trocken. Bundesweit fielen 126 Liter pro Quadratmeter, was nur etwa 68 Prozent des langjährigen Mittels von 1961 bis 1990 entsprach. Bayern kam auf nur 45 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge und erlebte nach der vorläufigen Bilanz damit das trockenste Frühjahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Der meiste Niederschlag innerhalb eines Tages fiel am 19. April in Röbel/Müritz in Mecklenburg-Vorpommern. Dort kamen 83,4 Liter pro Quadratmeter vom Himmel - so viel wie sonst im ganzen Monat und gleichzeitig ein Rekord für die dortige Wetterstation.

Mit 692 Stunden schien im Frühjahr laut DWD zudem außergewöhnlich viel die Sonne. Der Wert lag 48 Prozent über dem Durchschnitt der Referenzperiode von 1961 bis 1990. Teils erinnerte das Lichtangebot damit laut DW eher an ein "klassisches mitteleuropäisches Frühjahr". Sonnenstundenrekorde gab es in Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Aber auch in Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein wurden Spitzenwerte gemessen.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

Textgröße ändern: