Pallade Veneta - Großbritannien verpflichtet sich zu Treibhausgas-Senkung um 87 Prozent bis 2040

Großbritannien verpflichtet sich zu Treibhausgas-Senkung um 87 Prozent bis 2040


Großbritannien verpflichtet sich zu Treibhausgas-Senkung um 87 Prozent bis 2040
Großbritannien verpflichtet sich zu Treibhausgas-Senkung um 87 Prozent bis 2040 / Foto: Paul ELLIS - AFP/Archiv

Großbritannien hat sich dazu verpflichtet, seine Treibhausgas-Emissionen bis 2040 um 87 Prozent im Vergleich zum Stand von 1990 zu senken. Das gab das Ministerium für Energiesicherheit und Klimaneutralität in London am Dienstag bekannt. Die den Angaben zufolge rechtsverbindliche Verpflichtung ist ein Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität, die Großbritannien spätestens 2050 erreichen will.

Textgröße ändern:

Mit dem Ziel für 2040 folgt die Regierung der Empfehlung eines unabhängigen Beratungsgremiums zum Klimawandel (CCC). Bis Ende 2024 hatte das Land einen Rückgang seiner Treibhausgas-Emissionen von rund 50 Prozent im Vergleich zu 1990 erreicht. Auf dem Weg zur Klimaneutralität hat sich London zwei weitere Ziele gesteckt: Bis 2030 sollen Treibhausgas-Emissionen um 68 Prozent gegenüber 1990 zurückgegangen sein, bis 2035 um mindestens 81 Prozent, wie der linksgerichtete Regierungschef Keir Starmer vergangenes Jahr angekündigt hatte.

Die deutschen Klimaziele sind ähnlich. So hat sich die Bundesregierung in einem Klimaschutzprogramm dazu verpflichtet, den Treibhausgas-Ausstoß bis 2030 um 65 Prozent und bis 2040 um mindestens 88 Prozent zu senken. Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein. Experten bezweifeln aber, dass das mit dem derzeitigen Tempo realistisch ist. Im Jahr 2025 lagen die Treibhausgas-Emissionen um 48 Prozent unter dem Stand von 1990.

T.Galgano--PV

Empfohlen

Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

Textgröße ändern: