Pallade Veneta - Behörden: Rekordwert von 101 Hitzetoten in Spanien im Mai

Behörden: Rekordwert von 101 Hitzetoten in Spanien im Mai


Behörden: Rekordwert von 101 Hitzetoten in Spanien im Mai
Behörden: Rekordwert von 101 Hitzetoten in Spanien im Mai / Foto: JORGE GUERRERO - AFP/Archiv

In Spanien sind nach Behördenangaben im vergangenen Monat 101 Menschen im Zusammenhang mit der Hitze im Land gestorben - ein Rekord seit Beginn der Erhebung der Zahlen vor mehr als zehn Jahren. "Diese Zahl ist 3,6 Mal höher als die Durchschnittszahl der Hitzetoten im Mai im vergangenen Jahrzehnt", erklärte das spanische Gesundheitsministerium am Mittwoch. Es betonte "die bedeutenden Auswirkungen von Hitze-Episoden sogar schon vor Sommerbeginn".

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Bei den Angaben zu den Hitzetoten handelt es sich um Schätzungen, die sich auf ein System namens Momo stützen. Dieses sammelt die tägliche Zahl der Todesfälle in Spanien und gleicht sie mit der auf Grundlage historischer Daten eigentlich zu erwartenden Todesfälle ab.

Im Mai waren in mehreren Städten des beliebten Urlaubslandes Temperaturrekorde gemessen worden. Insbesondere in Nordspanien habe es über mehrere Tage hinweg "für einen Mai außergewöhnlich hohe Temperaturen" gegeben, erklärte der nationale Wetterdienst Aemet.

Wegen des erhöhten Sterberisikos bei Hitze informiert das spanische Gesundheitsministerium die Bevölkerung mithilfe einer Hitze-Alarm-Skala von grün für "kein Risiko" bis rot für "hohes Risiko". Seit dem Beginn der Datenerhebung 2015 bis zum Sommer 2025 wurden insgesamt 27.564 Todesfälle hohen Temperaturen zugeschrieben. Das tödlichste Jahr war laut Gesundheitsministerium 2022 mit 4789 mutmaßlichen Hitze-Toten, gefolgt von 2025 mit 3832 Fällen.

Die Menschen in Spanien sind zwar an Hitze gewöhnt. In den vergangenen Jahren haben die Hitzewellen allerdings zugenommen, und dies auch außerhalb der Sommermonate.

F.Dodaro--PV

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Experte: "Deutschland ist auf solche Extremhitze nicht vorbereitet"

Der Gesundheitsexperte Martin Herrmann sieht Deutschland nicht ausreichend auf Extremhitze vorbereitet. "Zwar hat die Bewusstheit über die Gefährlichkeit von Hitze in der Bevölkerung deutlich zugenommen", sagte der Vorsitzende der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG) der Nachrichtenagentur AFP. "Gleichzeitig ist Deutschland nach wir vor für einen Katastrophenfall durch Hitze schlecht oder nicht vorbereitet."

Neue Hitzwelle erfasst große Teile Westeuropas

Noch vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni sind große Teile Westeuropas abermals von einer Hitzewelle erfasst worden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Freitag nahezu deutschlandweit vor starker, teils sogar "extremer" Hitzebelastung. Die Temperaturen lagen in Deutschland demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Auch in Frankreich, Spanien, Großbritannien und der Schweiz wurden Warnungen ausgegeben. Es ist bereits die zweite Hitzewelle in Westeuropa innerhalb eines Monats.

Intensive Hitzewelle erfasst mehr als die Hälfte Frankreichs

In Frankreich ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung von der zweithöchsten Hitzewarnstufe betroffen. Die Hitzwelle werde "flächendeckend, langanhaltend und intensiv", warnte der Wetterdienst am Freitag. Der Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 40 Grad wird zwischen Sonntag und Dienstag erwartet.

Wetterdienst warnt nahezu deutschlandweit vor Hitze: Teils drohen starke Gewitter

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am Freitag nahezu deutschlandweit vor Hitze gewarnt. Im Westen drohe gebietsweise auch eine "extreme" Hitzebelastung, teilte der DWD mit. Die Temperaturen liegen demnach schwülheiß bei 30 bis 38 Grad. Zudem drohen in der Folge teils kräftige Gewitter mit Starkregen.

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