Pallade Veneta - Ausschuss fordert Ende der Bevorzugung von Promis auf Facebook und Instagram

Ausschuss fordert Ende der Bevorzugung von Promis auf Facebook und Instagram


Ausschuss fordert Ende der Bevorzugung von Promis auf Facebook und Instagram
Ausschuss fordert Ende der Bevorzugung von Promis auf Facebook und Instagram / Foto: WIN MCNAMEE - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Eine unabhängige Untersuchungskommission hat die Online-Netzwerke Facebook und Instagram aufgefordert, die Bevorzugung von prominenten Nutzern einzustellen. Der vom Mutterkonzern Meta eingerichte Ausschuss kommt in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht zu dem Schluss, dass Facebook und Instagram andernfalls ihren eigenen Ansprüchen zur Achtung der Menschenrechte nicht gerecht würden.

Textgröße ändern:

Meta sieht für die Einträge prominenter Nutzer auf seinen Plattformen eine zusätzliche Prüfung vor, wenn diese auf den ersten Blick gegen die Regeln etwa zu Falschinformationen oder Hassreden verstoßen. Während die Posts "normaler" Nutzer im Verdachtsfall sofort entfernt werden, ist für sogenannte High-Profile-Nutzer laut Meta eine zusätzliche Ebene der menschlichen Überprüfung vorgesehen.

Dieses System solle eigentlich dazu beitragen, Metas Menschenrechtsverpflichtungen voranzutreiben, erklärte die Untersuchungskommission. "Doch das Programm scheint eher darauf ausgerichtet zu sein, geschäftliche Belange zu befriedigen." Denn die Nutzer, die von diesem "zusätzlichen Schutz" profitieren, würden "größtenteils nach Geschäftsinteressen ausgewählt".

Zugleich führe die Regelung dazu, "dass Inhalte, die andernfalls schnell entfernt werden würden, für einen längeren Zeitraum verfügbar bleiben und möglicherweise Schaden anrichten", führt der Bericht weiter aus. Meta werde so seiner Menschenrechtsverantwortung nicht gerecht. Darüber hinaus habe Meta nicht dargelegt, dass die Sonderprüfung zu genaueren Entscheidungen über die Entfernung von Inhalten geführt habe.

Inhalte, die in einer ersten Bewertung als "sehr schwerwiegend" gegen die Meta-Regeln verstoßen, "sollten entfernt oder versteckt werden, während eine weitere Überprüfung stattfindet", forderte die Untersuchungskommission. "Solche Inhalte sollten nicht auf der Plattform verbleiben und Aufrufe sammeln dürfen, nur weil die Person, die sie gepostet hat, ein Geschäftspartner oder ein Prominenter ist."

H.Lagomarsino--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: