Pallade Veneta - Kronzeuge im Wirecard-Prozess setzt auf deutliche Strafmilderung

Kronzeuge im Wirecard-Prozess setzt auf deutliche Strafmilderung


Kronzeuge im Wirecard-Prozess setzt auf deutliche Strafmilderung
Kronzeuge im Wirecard-Prozess setzt auf deutliche Strafmilderung / Foto: Christof STACHE - AFP/Archiv

Der als Kronzeuge im Wirecard-Prozess geltende frühere Manager Oliver B. setzt durch seine Aussage auf eine deutliche Strafmilderung für seine eigene Anklage. Wie sein Verteidiger Florian Eder vor Beginn des Strafprozesses am Donnerstag in München sagte, erwartet er einen "sehr, sehr deutlichen Strafnachlass" wegen der umfassenden Aussage seines Mandanten. Er erwarte auch, dass sein seit Mitte 2020 in Untersuchungshaft sitzender Mandant im Laufe des Prozesses freikomme.

Textgröße ändern:

B. war früher Geschäftsführer einer Wirecard-Tochter in Dubai und hatte umfassend zu den Scheingeschäften des insolventen Zahlungsdienstleisters Wirecard ausgesagt. Damit belastete er den früheren Konzernchef Markus Braun schwer. Braun ist der Hauptangeklagte in dem Prozess um den Wirecard-Skandal, der am Donnerstag begann.

Wie der Verteidiger von B. weiter sagte, erwartet sein Mandant in dem zunächst auf hundert Verhandlungstage angesetzten Prozess Angriffe der Verteidigung Brauns auf die Glaubwürdigkeit. Diese lasse sich aber nicht erschüttern, die Aussagen von B. seien stimmig. Neben der Erinnerung von direkten Gesprächen mit Braun gebe es auch belastendes Material, das in der Beweisaufnahme zur Sprache kommen werde.

Braun ist als Hauptangeklagter wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs, Untreue, Marktmanipulation und unrichtiger Darstellung angeklagt. Der Wirecard-Skandal gilt als einer der größten Wirtschaftsskandale in Deutschland.

R.Zarlengo--PV

Empfohlen

Einsatz von Tränengasgranate: Polizist wegen Gewaltanwendung bei Schülerprotesten angeklagt

Weil er während der Schülerproteste in Frankreich aus nächster Nähe eine Tränengasgranate auf einen 14-Jährigen abgefeuert hat, ist ein Polizist wegen Gewaltanwendung angeklagt worden. Der Beamte sei nach dem Vorfall in Saint-Ouen-l'Aumône nordwestlich von Paris nicht in Untersuchungshaft genommen sondern unter richterliche Aufsicht gestellt worden, teilte ein örtlicher Staatsanwalt am Dienstag mit.

Verfahren gegen russische Kinderhospizleiterin eingestellt

Die russische Justiz hat ein Verfahren gegen die Leiterin eines Kinderhospizes eingestellt, der die Verbreitung von Falschinformationen über die russische Armee vorgeworfen worden war. Die Ermittlungen gegen Lida Moniawa seien "mangels strafrechtlich relevanter Tatbestände" beendet worden, sagte ihr Anwalt Michail Birjukow am Dienstag. Ihre Organisation bestätigte die Einstellung des Verfahrens und erklärte: "Es grenzt an ein Wunder!"

Souveräne KI: Französisches Unternehmen Mistral stellt neues Modell vor

Das auf Künstliche Intelligenz (KI) spezialisierte französische Startup Mistral hat die Einführung eines neuen Modells angekündigt, mit dem das Unternehmen im KI-Wettrennen Boden gutmachen will. Das neue Modell ML4 werde es Nutzern erlauben, die Parameter der KI anzupassen, teilte Mistral am Dienstag mit. Dies soll demnach nicht nur eine bessere Leistung ermöglichen - sondern auch mehr Sicherheit für Kunden, die ihre Daten privat halten wollen.

Internationaler Währungsfonds: Anhaltender Preisschock wegen Kriegen und Krisen

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht anhaltende Auswirkungen von Kriegen und Krisen weltweit auf das Preisniveau von Lebensmitteln und Energie. Die Preise für lebensnotwendige Güter seien im Vergleich zu anderen Gütern inzwischen seit Jahren deutlich erhöht, erklärte der IWF am Dienstag. Die Menschen seien "mit einer anhaltenden Verschlechterung der Erschwinglichkeit von Gütern des täglichen Bedarfs" konfrontiert.

Textgröße ändern: